Ich habe auch eine Nische entdeckt: den Führerschein in der Bedeutung ganz weit oben anzusiedeln nämlich. Und das verbunden mit maximaler Erfolgsaussicht. - Erfahren Sie hier, warum und wie das funktioniert.
Hilfe kommt von helfen - na klar, das weiß doch jeder! Denken Sie aber ein bisschen nach und es werden Ihnen Beispiele einfallen, wo der »Helfen-Wollende« und der »Geholfene« recht unterschiedliche Vorstellungen haben, was das Ziel der Hilfe sein soll. Nun ist es leider so, dass in unserer alltäglichen Lebenswelt Hilfe ganz oft etwas ist, wo der Begriff Dankbarkeit nicht weit entfernt ist: "Jetzt hab ich dem geholfen, und der war nicht mal dankbar dafür. So eine Unverschämtheit!"
Merken Sie was? - Richtig, ein Abhängigkeitsverhältnis spielt hier herein. Der Geholfene hat gefälligst den Schnabel zu halten und die Hilfe als »eine Art Segnung« zu empfinden; er soll doch froh sein, dass ihm überhaupt einer hilft! Er befindet sich in einer schwachen Position, in der man für jeden Strohhalm dankbar sein sollte.
Das hängt von Ihrem Selbstbewusstsein ab. Gerade die MPU-Hilfe ist nämlich fast immer eine bezahlte Hilfe, also eine Dienstleistung, die Sie eingekauft haben. Da Sie dafür mit Ihrem sauer verdienten Geld bezahlen, sind Sie Auftraggeber und nicht Bittsteller! Machen Sie sich das bewusst und treten Sie Ihrem eingakuften Helfer gegenüber entsprechend selbstsicher auf.
Wenn Sie sich zur MPU-Hilfe für einen Verkehrspsychologen entschieden haben, wird wahrscheinlich bald mehr oder weniger deutlich ein Ungleichgewicht auftreten, das Ihnen vielleicht nicht so richtig gefallen wird: Er ist Verhaltenspsychologe und sieht sich in der Rolle als Therapeut Ihnen gegenüber. Auch wenn es nicht ausdrücklich ausgesprochen wird, beruht doch die Fachausbildung als Verkehrspsychologe, zu dem Sie zur MPU-Vorbereitung gehen, auf diesem Verhältnis. Daraus kann ein nicht so seltenes Problem entstehen:
Sie gehen zum Verkehrspsychologen, weil Sie auf die MPU vorbereitet werden möchten, damit's gleich im ersten Anlauf klappt. Die Art dieser Vorbereitung stellen Sie sich aber wahrscheinlich merklich anders vor als der Verkehrspsychologe. Ich denke, dass es Ihnen vor allem um den Führerschein gehen wird. Der Verkehrspsychologe wird aber »MPU-freundlich« orientiert sein. Nach seinem Verständnis stellen Sie im Straßenverkehr eine große Gefahr für die Allgemeinheit dar, und das muss erst mal abgestellt werden bevor Sie überhaupt wieder an das Wort Führerschein auch nur denken dürfen.
Ich kann durchaus nachvollziehen wie es zu dieser Denkweise des Verkehrspsychologen kommt. Sie ist nämlich gewissermaßen Teil seiner Zusatzausbildung. Deswegen will ich das auch gar nicht kritisieren (auch wenn meine Sichtweise eine andere ist, aber das tut hier nichts zur Sache). Nicht korrekt finde ich aber, dass die meisten Verkehrspsychologen nicht mit offenen Karten spielen. Sie zahlen ihm schließlich ein Honorar (er ist Dienstleister für Sie!), und deshalb gehört es sich natürlich, dass beide Beteiligten wissen was Inhalt dieser Dienstleistung ist.
Wenn Sie nicht gerade unter extremem Zeitdruck stehen, machen Sie doch mal ein Experiment:
Ich bin kein Wahrsager, möchte Ihnen aber trotzdem prophezeien, dass Sie wahrscheinlich sehr große Mühe haben werden, einen Verkehrspsychologen zu finden, der auf dieses Geschäft eingeht. Warum das so ist, sollte inzwischen ziemlich klar sein: Es würde seiner »Arbeitsethik« widersprechen.
Vielleicht ist jetzt der Eindruck entstanden, dass ich ein Feind der Verkehrspsychologen bin. Ganz so möchte ich das aber nicht stehen lassen. Ein Verkehrspsychologe kann Sie natürlich schon gut auf die MPU vorbereiten, denn er weiß, auf was es dabei ankommt. Er ist aber durch und durch verhaltenstherapeutisch ausgerichtet. Das ist nicht meine Sicht davon, wie ich menschliches Verhalten verstehe. Weil die MPU aber keine Alternative zulässt und sozusagen jeder Widerstand aussichtslos ist, habe ich die Konsequenz daraus gezogen:
Ich betrachte die MPU rein sachlich und ohne Polemik. Ich lege den Schwerpunkt auf das Gespräch mit dem psychologischen Gutachter, weil das mit großem Abstand der Hauptgrund für das Durchfallen ist. Sie erfahren bei mir sehr genau, wie die Begutachtung funktioniert (dazu gibt es nämlich sehr detaillierte Richtlinien, die für den Gutachter verbindlich sind), welche Klippen Ihnen begegnen können und wie Sie trotzdem zuverlässig an Ihr Ziel positives Gutachten gelangen. Dauern wird diese Vorbereitung nicht länger als maximal 5 Stunden, eher weniger. Danach werden Sie wirklich gut vorbereitet sein und brauchen keine bösen Überraschungen mehr zu fürchten.