MPU, und keine Ahnung?

Erst mal willkommen hier.

Dass einen die Aufforderung zur MPU ungefähr so fühlen lässt, als wäre man gerade gegen eine harte Wand gerannt, ist ganz normal. Deshalb möchte ich auf diesen Seiten wirkungsvoll etwas dagegen tun.
Haben Sie das Gefühl, dass Ihnen momentan vor allem jede Menge Informationen fehlen und Sie gar nicht wissen, wo Sie die herkriegen sollen?
Dann ist diese Seite ein sehr guter Einstieg!

Ganz wichtig: das Konzept verstehen

Der MPU liegt ein Konzept zu Grunde, in das Sie sich einpassen müssen, wenn Sie kein negatives Gutachten einfangen wollen. Dieses Konzept passt sicher nicht auf alle Menschen. Darauf wird aber keine Rücksicht genommen, und Widerspruch ist aussichtslos. Sie machen also das, was Sie dem Gutachter berichten, am besten so passend, dass es sein Plätzchen in diesem Konzept findet.

Erste Voraussetzung:

Es wird fest davon ausgegangen, dass jede/r, der/die zur MPU muss, einen oder mehrere schwerwiegende Verstöße begangen hat, die so beschaffen sind, dass er/sie dadurch eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellt. Für dieses Verhalten muss es handfeste Gründe geben. Diese Gründe waren Ihnen zum damaligen Zeitpunkt vielleicht gar nicht bewusst. Das macht nichts. Wenn Sie aber ein positives Gutachten wollen, müssen Sie wenigstens jetzt, im Nachhinein, diese Gründe nennen können und das damalige problematische Verhalten für den Gutachter nachvollziehbar machen. Er muss verstehen können, warum Sie sich so verhalten haben und nicht anders.

Ihre Aufarbeitung:
Von Ihnen wird erwartet, dass Sie alles so weit aufarbeiten, dass eine runde Sache daraus wird. Nicht einfach nur ein paar Ereignisse aufzählen, sondern der Gutachter will das in Ihrem Lebenszusammenhang präsentiert bekommen und vor allem verstehen, was dabei in Ihnen vorgegangen ist. Dafür ist es nötig, dass Sie auch weit genug zurück "gegraben" haben.

Zweite Voraussetzung:

Gute Vorsätze interessieren den Gutachter nicht. Nach seiner Vorstellung sollen Sie erst dann zur MPU antreten, wenn Sie geeignete Änderungen in Ihrem Leben vorgenommen haben. Diese Änderungen taugen für ihn nur dann etwas, wenn bei Ihnen auch echte Motivation dahinter steht. Sie müssen das wirklich wollen, damit es langfristig stabil bleibt und nicht nur so lange hält, bis Sie den Führerschein wieder haben.

Ihre Aufarbeitung:
Nur die Wenigsten können tatsächlich ein ganzes Paket großer realer Änderungen in ihrem Leben auf dem Silbertablett servieren. Weil Sie der Gutachter aber nicht persönlich kennt und nur das Schwarz auf Weiß vorliegen hat, was in Ihrer Führerscheinakte steht, liegt es bei Ihnen, was Sie präsentieren. Es ist nicht zu empfehlen, dass man sich von A bis Z eine ganze Geschichte nur ausdenkt, denn es kommen hartnäckige Nachfragen, und irgendwann verhaspelt man sich und stolpert über Widersprüche.
Wie immer im Leben, kann man alles aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Aus der einen Perspektive mag es bloß klein und jämmerlich aussehen, aber aus einer anderen wirkt es wahrscheinlich viel besser. Stellen Sie sich diesen Teil der MPU wie ein Verkaufsgespräch mit einem erfolgreichen Verkäufer vor. Er kennt sein Produkt sehr genau. Sein Erfolg besteht zum guten Teil darin, dass er um die Schwachstellen einen weiten Bogen macht und die Aufmerksamkeit des Kunden auf die vielen kleinen Stärken längt.
 

Das MPU-Training

Lernen Sie Ihre "Verkaufsargumente" bei der MPU kennen und wie Sie mit dem, was Sie bieten können, optimal auftreten. Das ist keine Schauspielschule (damit würden Sie nicht weit kommen beim Gutachter), sondern wir gehen in der Kleingruppe Ihre Aufarbeitung haarklein durch und entfernen alle Stolperdrähte und Tretminen, die beim ersten Durchgang noch irgendwo lauern. Sie können ohne Angst in die MPU gehen, weil keine Überraschungen mehr auf Sie warten.