Tipps zur MPU-Vorbereitung
MPU-Vorbereitung:
Ohne sorgfältige Vorbereitung ist die MPU nicht zu schaffen. Die Strategie "ich sag einfach die Wahrheit" führt auf geradem Weg direkt zum negativen Gutachten, denn um Wahrheit geht es bei der MPU überhaupt nicht. Wer ohne Vorbereitung zur MPU geht, ist so chancenlos wie einer, der zur theoretischen Prüfung antritt und die einfachsten Verkehrsregeln nicht kennt.
MPU-Vorbereitung ist kein Geheimnis
Den ersten Schritt haben Sie gerade eben getan, indem Sie im Internet Hilfe gesucht haben! Die MPU folgt strengen Regeln, die Sie unbedingt kennen sollten. Dann haben Sie bereits den entscheidenden Schlüssel in der Hand: Nehmen Sie das, was tatsächlich passiert ist, als Grundlage. In meinem MPU-Training erfahren Sie, wie Sie daraus einen wasserdichten Auftritt aufbauen. Der Gutachter darf Sie nicht nach Ihrer Nasenspitze beurteilen. Wenn Sie seine Kriterien kennen, haben Sie nichts zu befürcheten.
Einfach nur auswendig lernen und sich irgendeine Story ausdenken führt aber in den seltensten Fällen zum Ziel, denn es sitzt Ihnen eine volle Stunde lang ein Psychologe gegenüber, der den ganzen Tag nichts anderes macht als MPU-Gutachten zu erstellen. Glauben Sie mir, mit etwas nur "Antrainiertem" haben Sie da schlechte Chancen, wenn Sie nicht grad der nächste oscarverdächtige Schauspieler sind.
Was Sie unbedingt tun sollten:
- Verlassen Sie sich nicht darauf, dass man Ihnen schon rechtzeitig alles Wichtige mitteilen wird! Sie selbst müssen aktiv werden und sorgfältig alle notwendigen Informationen sammeln. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass der Sachbearbeiter auf der Führerscheinstelle überhaupt weiß, welche Abstinenz-Nachweise z.B. mit welcher Dauer verlangt werden. Dort bekommt man oft falsche Auskünfte. Ansprechpartner wäre dafür besser eine MPU-Stelle.
- Je nach der Art Ihrer MPU (Alkohol, Drogen, Punkte...) gibt es genaue Vorgaben, welche Mindestanforderungen und Nachweise Sie erfüllen müssen (Stichwort: Leberwerte, EtG-Screenings usw.) und über welche Zeit. Informieren Sie sich frühzeitig darüber, damit Sie die Zeit sinnvoll nutzen und nicht unnötig eine bestehende Sperrfrist zusätzlich in die Länge ziehen.
- Lassen Sie sich Einsicht in Ihre Führerscheinakte gewähren, damit Sie genau wissen, was alles dort drin steht. Der MPU-Gutachter hat diese Akte nachher vorliegen. Mit Führerscheinakte ist nicht das Flensburger Verkehrsregister gemeint, sondern die Akte bei Ihrer örtlichen Führerscheinstelle. Dort steht nämlich viel mehr drin!
- Die einzelnen Verstöße, die damalige Lebenssituation und das Umfeld sind wichtige Eckpunkte, mit denen Sie sich befassen müssen, denn das ist der Ausgangspunkt für das Gespräch mit dem Gutachter. Machen Sie sich im Detail klar, was die Ursache dafür war, daß es überhaupt soweit kam, daß Sie jetzt zur MPU müssen.
- Beschönigen und entschuldigen Sie nichts, denn erst einmal geht es einfach darum, die einzelnen Verstöße, die zur MPU geführt haben, in ihrem Kontext zu sehen. Der Gutachter geht ganz selbstverständlich davon aus, daß Ihr Fehlverhalten natürlich Gründe hatte. Die will er erfahren und - noch viel wichtiger! - ob Ihnen selbst die inzwischen auch klar sind.