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MPU Tipps: Erste Schritte zur Vorbereitung
Ein Patentrezept, das für jeden paßt, gibt es nicht, denn dazu sind die Menschen und die individuelle Problematik zu unterschiedlich. Generell läßt sich aber sagen:
- Je nach der Art Ihrer MPU (Alkohol, Drogen, Punkte...) gibt es genaue Vorgaben, welche Mindestanforderungen und Nachweise Sie erfüllen müssen (Stichwort: Leberwerte usw.) und über welche Zeit. Informieren Sie sich frühzeitig darüber, damit Sie die Zeit sinnvoll nutzen und nicht unnötig eine bestehende Sperrfrist zusätzlich in die Länge ziehen.
- Lassen Sie sich Einsicht in Ihre Führerscheinakte gewähren, damit Sie genau wissen, was alles dort drin steht. Der MPU-Gutachter hat diese Akte nachher vorliegen.
- Die einzelnen Verstöße, die damalige Lebenssituation und das Umfeld sind wichtige Eckpunkte, mit denen Sie sich befassen müssen, denn das ist der Ausgangspunkt für das Gespräch mit dem Gutachter. Machen Sie sich im Detail klar, was die Ursache dafür war, daß es überhaupt soweit kam, daß Sie jetzt zur MPU müssen.
- Seien Sie ehrlich zu sich selber! Beschönigen und entschuldigen Sie nichts, denn erst einmal geht es einfach darum, die einzelnen Verstöße, die zur MPU geführt haben, in ihrem Kontext zu sehen. Der Gutachter geht ganz selbstverständlich davon aus, daß Ihr Fehlverhalten natürlich Gründe hatte. Die will er erfahren und - noch viel wichtiger! - ob Ihnen selbst die inzwischen auch klar sind.
- Der Gutachter wird Sie sehr wahrscheinlich auch danach fragen, wieso es verboten ist, was Sie getan haben (wichtiges Stichwort: Gefährdung). Auch da sollten sich nicht einfach etwas herunter leiern, sondern durchdacht antworten können.
- In den weiteren Schritten geht es darum, daß Sie sich damit vertraut machen, wie Sie dem Gutachter Ihre Änderung glaubhaft machen wollen. Dazu ist mehr nötig als nur ein paar Versprechungen. Was genau richtet sich nach Ihrem individuellen Fall, wofür es natürlich auch wieder Vorgaben gibt (Stichwort bei Alkohol-MPU z.B.: kontrolliertes Trinken).
- Für ein positives Gutachten ist noch nötig, daß Sie den Gutachter auch von der Stabilität Ihrer Änderung überzeugen. Seien Sie auf solche Fragen also vorbereitet. Er muß sich sicher sein, daß Sie nicht in der nächstbesten schwierigen Phase umkippen und in alte Verhaltensweisen zurück fallen.
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