MPU-ALARM.de befasst sich mit dem Problem MPU aus der Sicht der Betroffenen - also von der unangenehmen Seite aus gesehen. Ich bin Diplom-Psychologe und musste im Januar 2009 selber die MPU absolvieren. Ich will nichts beschönigen: mit großer Wut im Bauch!
Daraus ist diese Homepage entstanden.
Die MPU gibt es in Deutschland seit 1954. Kann sein, dass da wirklich mal eine sinnvolle Idee dahinter gesteckt ist. Genau so wenig Ähnlichkeit, wie der Straßenverkehr von 1954 mit dem von heute hat, scheint mir aber von der Idee von damals erhalten geblieben zu sein.
Die MPU wird zu 100 % von privatwirtschaftlichen Institutionen durchgeführt. Die verrichten ihre Arbeit zwar unter von der Bundesanstalt für Straßenwesen vorgegebenen Rahmenbedingungen und werden überwacht, was aber meiner Meinung nach nichts daran ändert, dass die MPU für die Anbieter eine »Geld-Druck-Maschine« ist.
Als besonders ärgerlich und grotesk empfinde ich die fast unangreifbare Positionierung der MPU, die Widerspruchsmöglichkeiten auf realisitische Weise gar nicht vorsieht.
Ich kenne keine andere Einrichtung mit ähnlich hohen Durchfallquoten, die zum großen Teil dadurch zustande kommen, dass die Betroffenen aus mangelnder Information ins offene Messer gelaufen sind. Es stimmt zwar, dass man sich über die MPU schlau machen kann, aber das akzeptiere ich nicht als angemessenes Argument: Wer studiert hat ist gewohnt, dass man sich den überwiegenden Teil des geforderten Wissens selber beschaffen muss. Davon kann man aber bestimmt nicht als Selbstverständlichkeitkeit für die Allgemeinheit ausgehen. Und ich finde, eine Einrichtung wie die MPU gehört gefälligst auf die Allgemeinehit zugeschnitten!
Für die Institutionen, die die MPU durchführen, ist eine so hohe Durchfallquote finanziell sehr angenehm, denn wer noch mal antreten muss, der muss das ganze Spektakel noch mal durchlaufen (nicht nur den Teil, wo er durchgefallen ist) und auch neu alles noch mal bezahlen.
An diesem Teil der MPU scheitern die meisten, die nicht speziell darauf vorbereitet sind. Es ist sozusagen die »Tretmine der MPU« für alle schlecht Informierten. Vor allem bei MPUs wegen Alkohol oder Drogen erscheint vielen der medizinische Teil der MPU als die entscheidende Hürde, was sich viel zu spät als folgenschwerer Irrtum entpuppt.
Das Einzelgespräch mit dem verkehrspsychologischen Gutachter dauert eine volle Stunde und folgt einigen Regeln, die genau das Gegenteil von dem sind, was man sein ganzes Leben lang aber bisher erfahren hat. Wer das nicht weiß hat fast keine Chance.
Der Gutachter kennt Sie nicht und hat nur diese eine Stunde Zeit, um Sie zu beurteilen. Damit das nicht ganz willkürlich und subjektiv ist, gibt es die gerade erwähnten Regeln. Weil Widerspruch gegen die Begutachtung unerwünscht ist, gibt es sogar so viele Vorgaben für die Begutachtung, dass der Gutachter nur noch wenig persönlichen Spielraum hat. Genau das kann man sich zu Nutze machen!
In meinem MPU-Training nehmen wir uns genügend Zeit (im Durchschnitt ca. 4 Stunden), um diese eine Stunde Gespräch mit dem Gutachter sehr gründlich durchzukauen. Mit was nur auswendig Gelerntem würden Sie scheitern. Im MPU-Training bereiten wir aber die gezielt auf Ihren Fall zugeschnittene Argumentation so gründlich vor, dass Sie daran nach menschlichem Ermessen nicht mehr auf die Nase fallen können, wenn Sie nicht gerade den schwärzesten aller schwarzen Tage für Ihre MPU erwischen.
Ab 27.8. biete ich das MPU-Training in einer etwas erweiterten Version an. Weiter gilt: Ganz egal, wie lange Ihre individuelle Vorbereitung nachher auch dauert, kostet das MPU-Training einheitlich 280,- Euro. Es tickt also nebenher keine Uhr für Sie.