Die Wiederholungstäter

Keine Frage, bei der MPU stößt man immer wieder auf Dinge, die dem Durchschnittsbürger reichlich abwegig erscheinen – und manche sind es auch tatsächlich. Man sollte aber etwas genauer hinschauen, um zu verstehen, welche Denkweise dahinter steckt.

Hier soll es heute um die Wiederholungstäter gehen. Das können die klassischen Punktesammler sein, aber auch wiederholte Alkohol- oder Drogenauffälligkeiten, Fahren ohne Fahrerlaubnis und noch einiges mehr. Allen gemeinsam ist: Sie haben anscheinend aus der vorausgegangenen Sanktion bisher nichts gelernt.

Vom genauer Hinschauen war gerade die Rede. Dabei fällt natürlich sofort auf, dass es vergleichsweise harmlose Sanktionen gibt und solche, die bereits richtig weh tun können. So ist der typische Punktesammler einer von der ersten Sorte (hat halt immer brav die Strafe bezahlt und empfindet das vielleicht sogar so, dass er sich damit „freigekauft“ hat), während viele Alkoholtäter schon beim ersten Mal heftig was zu spüren bekommen haben (Geldstrafe, lange Sperrfrist usw.).

Das Problem ist, dass wiederholte Verstöße die Vermutung nahe legen, dass der Betreffende entweder nicht anders will oder vielleicht sogar nicht anders kann – womit ein zukünftiger Rückfall nicht fern wäre.

Wer als Wiederholungstäter zur MPU antritt, muss (wie alle anderen auch) natürlich erklären können, was er „von seinem Problemverhalten hatte“, also welche Funktion es in seinem Lebenszusammenhang hatte. Auf ihn wartet aber noch eine zusätzliche Aufgabe: Er muss auch erklären können, wieso bei ihm Strafe nicht gewirkt hat und wie es dazu kam, dass das jetzt und in Zukunft nicht mehr so ist.

Natürlich spielt dabei Einsicht eine wichtige Rolle. Damit der Gutachter aber darauf anspringt, müssen Sie ihm glaubhaft und nachvollziehbar klar machen können, wie diese Einsicht bei Ihnen inzwischen entstanden ist und warum das bisher nicht der Fall war. Ich hoffe, Sie merken, dass die Antwort nicht einfach eine von der oberflächlichen Sorte sein darf.

Keine gute Erklärung wäre es, wenn der Führerschein für Sie so kostbar ist, dass Sie eben jetzt bla bla bla…

116 Gedanken zu „Die Wiederholungstäter“

  1. mir wurde bereits im Februar 2010 der Führerschein entzogen.Ich hatt ca 1 Promille Alkohol und Medikamente im Blut.Habe 1Jahr Abstinenznachweis erbracht.Allerdings beim Arzt.Ungeplannt forensich gesichert und durch ein zertifiziertes Labor bewertet.Diese Nachweis wurde bei der Mpu nicht anerkannt.Mir wurde ein positives Gutachten nur wgen der nicht anerkannten Abstiinenznachweise verwehrt.Ich hatte mich früher immer mit Medikamenten Benzodiazepinen und Alkohol ruhiggestellt.Seit bei mir ADHS festgestellt wurde bin ich clean.Ich nehme regelmäßig Ritalin nach Anweisung des Arztes.Da ich mich mit der Problematik Sucht nicht auskannte bin ich jetzt regelmäßig in einer Selbsthilfegruppe und bin soger ausgebildeter Suchthelfer.Bin Beamter bei Telekom habe 2 Kinder und würde meinen Führeschein dringend benötigen,da meine Frau in Pension ist und Sie nicht alles erledigen kann.Wäre auch bereit als Suchthelfer caritativ oder präventiv an Schulen etc zu arbeiten.Habe ichi eine Chance mit Rechtsmitteln zu einem positiven Ergebniss oder Vergleich zu kommen.Kosten spielen keine Rolle da ich Rechtschutz habe,.

    Liebe Grüße
    Thomas Neubauer aus Forchheim dienstlich in nürnberg tätig

    1. Die Gültigkeit der Abstinenznachweise ist eine heikle Sache: Früher gab es da wesentlich mehr Entscheidungsspielraum, aber seit der 3. Auflage der Beurteilungskriterien (Mai 2014) wurde alles viel enger gefasst, und daran muss man sich wirklich halten. Mal googeln unter CTU, vor allem CTU3. Rechtsmittel scheiden aus bei Ihnen. Möglich wäre nur eine Haaranalyse, die von jetzt ab maximal 6 Monate rückwirkend gilt für Drogen / Medikamente. Damit haben Sie schon mal 6 Monate Nachweis und brauchen wenigstens nur noch 6 weitere Monate ab jetzt – und dann natürlich wieder neue MPU.

      Darüber, ob das alles einen Sinn hat oder nur Schikane ist, kann man natürlich sehr unterschiedlicher Meinung sein und sich auch sehr ärgern. Es bringt aber leider nichts, weil man gegen diese Regelungen nicht angehen kann. Die Logik ist einfach: Jeder, der es wissen will, kann es soch nachlesen. Wenn er das nicht rechtzeitig tut, ist es halt SEIN Problem – basta.

  2. Eine Frage bzgl. der Eigenschaft bzw. Definition des Wiederholungstäters:

    1. Vor circa zwei Jahren wurde ich auf dem Fahrrad mit 1,68 pro Mille kontrolliert. Daraufhin wurde das Verfahren nach 153a StPO gegen eine Geldauflage von 100 Euro eingestellt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft teilte mir die zuständige Staatsanwältin mit, dass sie den Vorfall nicht an die Führerscheinbehörde mitteilt. Daraufhin war mir klar, dass die Sache sich mit der Zahlung der Geldauflage erledigt hat. Eine MPU war damit erstmal vom Tisch.

    2. Nun wurde ich im Januar erneut auf dem Fahrrad mit 1,66 pro Mille kontrolliert. Das ich im Endeffekt nur 10 Meter gefahren bin, spielt natürlich keine Rolle. Jetzt steht ein Strafbefehl in Aussicht und damit auch eine MPU.

    3. Jetzt meine Frage: gelte ich nun als „Wiederholungstäter“? Klar, ich wurde nun zum zweiten mal erwischt, allerdings war die Sanktion nach dem ersten Vorfalls nicht wirklich mehr wie ein teuerer „Strafzettel“. Wichtig ist dies natürlich für meine Strategie – also KT oder Abstinenz.

    4. Weiß die FSSt überhaupt von dem ersten Vorfall? Sie wurde und wird ja eigentlich nicht darüber informiert. Allerdings steht in den Ermittlungsakten des zweiten Vorfalls natürlich etwas zum Ersten.

    Danke für eine Antwort.

    1. Was die Führerscheinstelle weiß (und nachher auch der MPU-Gutachter), diese Frage beantwortet ziemlich einfach ein Blick in die Führerscheinakte!

      Aber noch eine andere Anmerkung von mir: 7 Hundertstel(!) Promille zu viel, das sind bestenfalls zwei etwas größere Schluck oder 1/2 Stunde zu wenig abgewartet. Lohnt sich das denn wirklich für die ganze Prozedur und Kosten, die jetzt kommen werden?

      1. Naja, natürlich nicht. Aber jetzt ist es wie es ist. Wie sehen Sie das mit der Klassifizierung „Wiederholungstäter“? Geht ein Gutachter hin und sagt, zweimal erwischt = Wiederholungstäter oder werden schon die Umstände berücksichtigt, also dass nach der ersten Tat keine nennenswerten Folgen aufgetreten sind – sowohl strafrechtlich (keine Eintragung im BZR, da keine Verurteilung) als verwaltungsrechtlich (kein Führerscheinverlust, keine MPU, keine Sperrfrist)?

  3. Ich bin kein Prophet und weiß auch nicht, wie geschickt Sie im Gespräch an dieser Stelle argumentieren können. Ich wäre da aber schon ein bisschen vorsichtig mit der Logik: Weil ich beim ersten Mal nicht gleich ordentlich einsübergebraten bekommen hab, ist doch eigentlich das Gericht mit schuldig dran, dass ich den gleichen Blödsinn wieder gemacht hab! Wenn das jemand so präsentiert, ist das doch eine direkte Aufforderung es dem jetzt aber richtig zu zeigen (=12 Monate Abstinenz verlangen), damit es gut weh tut.

  4. Dass das ein schmaler Grat ist, ist mir klar. Allerdings muss man ja schon die Logik hinter der Forderung nach einem Abstinenznachweis bei Wiederholungstätern beachten. So wird dies ja gefordert, da man trotz Strafen (Strafbefehl, Führerscheinentzug usw…) wieder auffällig geworden ist. Klingt es dann nicht einleuchtend, wenn man darlegt, dass man mangels Konsequenzen keinen Lerneffekt, also auch nicht versuchte kontrolliert zu trinken? Gibt es da aus Ihrer Sicht Chancen, oder lieber auf Nummer sicher gehen und gleich Abstinenz?
    Und noch eine Frage zur Akteneinsicht. Ist die Akte nach Beantragung der Akteneinsicht vollständig oder kann da ohne das ich davon etwas weiß, noch nachträglich etwas hinein kommen?

  5. Guten Tag,

    Fragen zur Einschätzung meines Falles.

    Ich hatte 2 erhebliche Auffälligkeiten, die schon länger zurück liegen. Bin also Wiederholungstäter. Ich bin 45 Jahre alt.

    2003 wurde ich mit 0,8 Promille von der Polizei erwischt, da ich nicht sofort angehalten habe, bekam ich eine Sperrfrist von 9 Monaten und eine Geldstrafe. Eine MPU wurde seitens der Behörden nach der Sperrfrist nicht verlangt. Dummerweise habe ich meinen zuvor „verlorenen“ Führerschein (Diebstahl) nach der Sperrfrist nicht wieder beantragt und bin nach Ablauf der Sperrfrist trotzdem Auto gefahren.

    2009 wurde ich mit 1,3 Promille und ohne Führerschein in einer Polizeikontrolle angehalten. Das Gericht hat mich zu 18 Monaten Sperrfrist und einer hohen Geldbuße verurteilt, allerdings habe ich zum Glück keine Vorstrafe bekommen.

    Ich habe sehr lange Zeit verstreichen lassen, da ich nicht auf den Führerschein angewiesen war, mich nun aber dazu entschlossen das endlich anzugehen und befasse mich mit dem Thema MPU seit ca. einem halben Jahr. Mit der Aufarbeitung der Ursachen meiner Auffälligkeiten schon sehr viel länger.

    Was wäre Ihre Empfehlung der Vorgehensweise was Abstinenznachweise anbelangt? Ich kann so denke ich „kontrolliertes Trinken / Trinkregel“ glaubhaft anhand meiner veränderten Lebensumstände in den letzten Jahren
    und anhand 1 bis 2 Haaranalysen darstellen.

    Die Frage ist aber ob hier in meinem Fall auf Grund der Wiederholung und des Umstandes dass ich beim zweiten Vergehen ohne Fahrerlaubnis unterwegs war eine andere Strategie empfehlenswert wäre.

    Vielen Dank für Ihre kurze Einschätzung
    Alex

    1. Erfahrungsgemäß hat man ziemlich schlechte Karten, wenn man als Wiederholungstäter mit kontrolliertem Trinken antritt: Für den Gutachter ist das nämlich offensichtlich, dass bei Ihnen kontrolliertes Trinken nicht zuverlässig genug funktioniert, denn sonst wäre es ja nicht zum zweiten Vorfall gekommen – und das auch noch mit steigender Tendenz! Mindestens 6 Monate Abstinenznachweis sind deshalb dringend zu empfehlen.

  6. Hallo. Wolte mal wissen was auf mich zu kommt. Habe vor 2 jahren meinem führerschein verloren wegen alkohol am steuer mit unfall 0,9 promille. Musste eine mpu machen die ich dann vor 7 monaten bestanden habe. Jetzt gestern wurde ich angehalt und hatte 0,8 promille. ( bin noch in der probe zeit ). Muss ich wieder mit einer mpu rechnen ?diesmal haben sie mir den führerschein nicht weg genommen. Darf fahren bis der brief kommt

    Mit freundlichen Grüßen
    Sören Ringger. 21 jahre alt

    1. Ja klar, selbstverständlich kommt wieder MPU, wenn man innerhalb von 10 Jahren eine erneute Auffälligkeit mit Alkohol hat. Man ist dann Wiederholungstäter. Das hat zusätzlich die Konsequenz, dass kontrolliertes trinken nicht mehr akzeptiert wird, sondern man muss Abstinenz nachweisen. 6 Monate sind das Minimum, aber oft werden 12 Monate verlangt.

  7. Sehr geehrte Damen und Herren,

    bei einem Asylbewerbers ( Afrikaner, schlechte Deutschkenntnisse, Gelegenheitstrinker, derzeit in fester Anstellung, familiär und finanziell prekäre Verhältnisse)
    steht wegen einer Fahrradfahrt nach Geburt seines Sohnes mit knapp über 2 Promille die MPU an. Abgabetermin Anfang Mai 2017. Was tun bei diesen schlechten Voraussetzungen?

  8. Hallo,
    ich habe letzten Monat meinen Führerschein mit 1,5%o verloren.
    Im Jahre 2006 wurde ich bereits einmal wegen 1,1%o verurteilt.
    Im Jahre 2011 hatte ich ein Bußgeldbescheid wegen 0,6 %o.

    Bin ich jetzt ein Wiederholungstäter, muß ich zur MPU, muß ich einen Abstinenznachweis vorlegen?

    1. Na klar Wiederholungstäterin – und das sogar nicht nur einmal. Ohne 12 Monate Abstinenznachweise und eine sehr gute Vorbereitung haben Sie keine Chance

      1. Hallo
        habe 2014 MPU gemacht,wegen 0.5 Promille und einmal 0.8 Promille!
        Jetz am 23.07.2020 ,habe von Freund sein Auto und ihn nach Haus gebracht, ca 1.2 km ,habe Auto abgestellt und ihn in seine Haus in erste Stock ins Bett gebracht, 10 min da nach ist Polizei an seine Haustür gekommen und geleutet,bin raus gegangen und die haben mich kontrolliert, und ich hatte 0.63 mg alkolhol beim Blasen ,müsste gleich Führerschein abgeben, und ins Krankenhaus und da müsste ich Blut abgeben! Jetzt warte ich auf Briefe! Was kommt auf mich zu?
        Mfg Dragan

  9. Aber ich habe gehört, daß es gesetzliche Verwertungsverbote gibt, daß also lange zurückliegende Straftaten getilgt werden müssen.

    Die letzte Straftat ist weit mehr als zehn Jahre alt und müßte getilgt werden, und Bußgeldverfahren werden nach 2 Jahren gelöscht.

    Ist das falsch?

  10. Meistens liegt die kritische Grenze bei 10 Jahren. In Ihrem Fall war aber zwischen erstem und zweitem Vergehen weniger als 10 Jahre. In diesem Fall beginnt die Frist neu zu laufen. Und zwischen zweitem und drittem Verstoß sind ja sowieso weniger als 10 Jahre.

    Mit Frist der Bußgeldverfahren hat das nichts zu tun. Übrigens sind es auch dort längst nicht mehr 2 Jahre. Da sind Sie nicht auf dem laufenden.

  11. Das zweite Vergehen im Jahre 2011 war nur eine Ordnungswidrigkeit. In § 29 Abs. 6 Satz 3 StVG alte Folge (damals gültig) heißt es: „Eintragungen von Entscheidungen wegen Ordnungswidrigkeiten hindern nur die Tilgung von Entscheidungen wegen anderer Ordnungswidrigkeiten.“ Demnach dürfte die Zehnjahresfrist wegen der ersten Straftat durch die Ordnungswidrigkeit nicht unterbrochen worden sein, ich wäre Ersttäterin.

  12. Es macht keinen Sinn, dass WIR uns darüber streiten, denn ich bin nicht dafür zuständig Entscheidungen über Einträge in der Führerscheinakte zu treffen. Und ich bin auch kein Jurist, also DAFÜR kein Fachmann. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass es hier nicht um die Frage Ordnungswidrigkeit oder Straftat geht, sondern entscheidend ist die Tatsache, dass es immer wieder um das Thema Alkohol ging. Und genau das wird in der Führerscheinakte erfasst.

  13. Hallo
    Ich bin Widerholungstäter
    Beim ersten mal 0,7% beim zweiten mal 1,0 % ich habe seit september Urinproben abgegeben 6 monate lang und habe eine Gute Vorbereitung gemacht. Bin vor ein Monat beim MPU trozdem durchgefallen da sie meine Abstinenz nicht akzeptiern und ich gesagt habe, dass ich kontroliert trinken will.

    Jezt mach ich noch mal 6 monate mit Haarproben und meine Frage ist, habe ich dann eine gute Chance auf ein positieves Gutachten da ich eigentlich insgesammt wirklich über ein Jahr abstinenz nachweisen kann?

    1. Dass Ihre Vorbereitung so gut gewesen sein soll, das bezweifle ich. Sonst hätten Sie nämlich nicht auf die Kamikaze-Idee kommen können, dass Sie mit Abstinenz antreten und dann mit kontrolliertem Trinken fortsetzen wollen!

  14. Ich hab doch geantwortet. Hier noch mal deutlicher:
    1) Für Wiederholungstäter kommt nur Abstinenz in Frage. Und das heißt dauerhaft, für immer. Kontrolliertes Trinken ist da keine Option mehr.
    2) Wer gut vorbereitet ist, der weiß das. Deshalb habe ich die Qualität der Vorbereitung insgesamt angezweifelt.
    3) Ohne gute Vorbereitung haben Sie keine Chance auf ein positives Gutachten.
    4) Punkt.

  15. Hallo habe folgendes Problem hatte 2010 schon mal MPU positv wegen Trunkenheitsfahrt habe dann im August letzten Jahres Unfall mit Blechschaden unter 2,9 promille bin gut davon gekommen mit Geldstrafe und 1 Jahr FS Entzug habe Abstinezvertrag über 1 Jahr abgeschlossen wird das reichen, danke für die Antworten

    1. Das ist immer so eine Frage, ob das reichen wird! Wenn Sie außer dem Abstinenznachweis nichts machen, dann wird das selbstverständlich NICHT reichen, denn Sie müssen natürlich sehr genau erklären können, warum Sie überhaupt eine dermaßen hohe Menge Alkohol getrunken haben, warum Sie aus der Trunkenheitsfahrt 2010 nichts gelernt haben, und warum das dieses Mal anders sein soll (also die Frage nach Rückfallgefahr).

  16. Hallo ich habe folgendes Problem, bin im Oktober 2010 unter Cannabis und Amphetamin Auto gefahren habe ein Jahr Abstinenz nachgewiesen und habe erfolgreich die MPU bestanden. Jetzt im Februar 2018 bin ich von der Polizei mit 0,6 Promille kontrolliert worden. Ich besitze noch den Führerschein mir wurde jedoch eine MPU auferlegt die ich bis mitte November beim Landratsamt nachweisen muss. Meine Frage muss ich wieder einen Abstinenznachweis erbringen und zähle ich als Wiederholungstäter? Bekomme hier unterschiedliche Aussagen.

    1. Sie werden schon als Wiederholungstäter angesehen werden, das ist klar. Weil aber 2010 lang her ist und der Promillewert jetzt nicht sehr hoch war, halte ich Abstinenznachweise nicht für zwingend nötig. Es steht und fällt aber damit, wie gut Sie Ihren Fall „verkaufen“ können. Ich denke, ohne gute Vorbereitung geht das schief! Seit 2010 hat sich auch eine Menge geändert (= verschärft) bei der MPU.

  17. Schönen Guten Abend seit ungefähr 10 Jahren hatte eine MPU Führerschein neu erteilt seit 2010 ist eingetragen in meinem Führerschein. Hatte 1,54 Promille. Jetzt aktuell bekam Bussgeldbescheid 0,8 Promille 1 Monat Fahrverbot und 500 € Strafe habe 4 Moante Zeit um den Führerschein abzugeben also wurde nicht als Wiederholungstäter bei der Bußgeldstelle eingestuft. Meine ist wie sieht es mit der Führerscheinstelle bekomme ich da noch Post. wieder MPU??

    1. Seit 2010 sind das noch keine 10 Jahre. Das bedeutet, dass Sie wieder zur MPU antreten müssen, und zwar als Wiederholungstäter jetzt mit 12 Monaten Abstinenznachweis, mindestens aber 6 Monaten.

  18. Achso und warum wurde ich bei der Bußgeldstelle nicht als Wiederholungstäter eingestuft bei 2 mal Alkohol am Steuer ist ja 1000 € Strafe und 3 Monate Fahrverbot

  19. Weil die Tat mit Alkohol war 2008 und hatte 14 Monate keine Fahrerlaubnis bis ich MPU mit Nachschulung alles fertig neuer Führerschein 2010 erteilt mit 0 Punkte in Flensburg

    1. Flensburg interessiert das gar nicht. Hier geht es einfach um die örtliche Führerscheinstelle, die dann aktiv werden muss.

  20. Abend zusammen bin gestern Abend kontrolliert worden hatte 3 Köpfe geraucht und ne Nase speed intus gehabt musste blut abgeben. Der Führerschein is wohl weg oder? Zumal ich 2015 schon mal ne mpu wegen Alkohol 1,8.% hatte aber war da Beifahrer…werde ich jetzt auch als Wiederholungstäter eingestuft? Vielen Dank für die Antworten mfg

    1. Das sieht nicht gut aus. Wird ziemlich sicher auf Drogen-MPU mit 12 Monate Abstinenz rauslaufen, und wenn Sie Pech haben, wird jetzt auch noch Alkohol-Abstinenz verlangt.

  21. Hallo!

    Bin am Montag positiv auf THC getestet worden. Blutwerte noch nicht vorliegen. Ich kiffe sehr wenig und auch nicht oft. Hatte am WE Besuch und es wurde was herumgereicht. Mir reichen immer 3 bis 4 Züge. Aber in den 3 Tagen waren es mehr als 3 Züge. Hatte vor Fahrtantritt gut 6 Stunden geschlafen und auch normal gefrühstückt. Etwa 9 Stunden nach dem letzten Konsum kam die Blutuntersuchung. Wurde 2011 wegen Amphetamin zur MPU verdonnert. Die hatte ich 4 Jahre danach gemacht und auf Anhieb bestanden. Harte Sachen, Alkohol und selbst Zigaretten sind schon lange kein Bestandteil meines Lebens mehr. Ich kiffe nur etwa 3 bis 4 mal im Jahr. Abstinenznachweise 6 Monate oder 1 Jahr? Wären für mich kein Problem, aber die Kosten usw. Könnte da eine Sperre Kommen?

  22. Hallo wurde 2016 in drei Monaten zweimal mit THC erwischt am Steuer und jetzt werde ich die MPU machen was muss ich dem Psychologen sagen was sich geändert hat und warum ich in drei Monaten zweimal erwischt wurde

    1. Wenn es so einfach wäre mit einer Antwort auf eine einzige Frage schon fertig vorbereitet zu sein für die MPU, dann würde wohl keiner mehr durchfallen! Die Vorbereitung ist schon deutlich komplexer und umfangreicher.

  23. Hallo ich habe eine Frage,

    Wurde vor ca. 3 Jahren mit 0,8 Promille angehalten, bekam einen Bußgeldbescheid.

    Im Mai wurde ich wiederum mit 0,6 Promille angehalten hab jetzt 3 Monate Fahrverbot bekommen und ne Geldstrafe.
    Meine Frage ist nun ob eine Mpu bei mir ansteht? Die Polizei meinte ich kann nach 3 Monaten meinen Führerschein wieder bei ihnen abholen. Deshalb bin ich mir jetzt nicht sicher da von der Fsst auch noch nichts weiter gekommen ist.

    Mfg

    1. Da haben Sie leider die Arschkarte gezogen! Wer innerhalb von 10 Jahren ein zweites Mal eine Trunkenheitsfahrt begeht, gilt als Wiederholungstäter und muss zwingend zur MPU (schon daran zu sehen, dass Sie 3 Monate Fahrverbot bekommen haben mit 0,6 Promille und nicht 1 Monat, wie das als Ersttäter der Fall gewesen wäre). Sie werden wahrscheinlich dann auch erst mal den Führerschein wieder kriegen, aber wenn Sie ihn abholen, bekommen Sie gleich die Aufforderung zur MPU in die Hand gedrückt. Wichtig dabei: Als Wiederholungstäter Alkohol haben Sie mit kontrolliertem Trinken fast keine Chance mehr, denn Sie haben ja bereits gezeigt, dass das bei Ihnen nicht funktioniert. Um keine Zeit zu verlieren, fangen Sie am besten jetzt sofort mit gültigen Abstinenznachweisen an (mindestens 6 Monate Dauer).

  24. Hallo,

    Ich habe vor 5 Jahren meinen Führerschein wegen Cannabis verloren. Habe ein Jahr Abstinenznachweise gebracht und habe meine Fahrerlaubnis wiedererlangt.

    Vor zwei Wochen wurde ich auf einem E-Scooter mit 1,5‰ angehalten worden. Mir war nicht bewusst, dass hier die gleichen Regeln gelten wie beim Auto, was mich ja nicht vor der Strafe schützt.

    Muss ich eine MPU befürchten, da ich schon ein Mal eine hatte oder werden Trunkenheit und Drogen differenziert?

    1. Spannende Frage! Theoretisch kann das schon eine neue MPU hingeben. Das mit E-Scooter usw. ist natürlich ein dicker Hund, weil da sicher sehr viele reintappen in der Annahme, es würde die 1,6‰-Fahrrad-Grenze gelten. Ist ja auch nicht wirklich einzusehen, warum das wie auto behandelt werden muss! Ich denke, das wird auch für viele Führerscheinstellen erst mal neu sein, und ob das dann alle gleich behandeln?

  25. Hallo,
    ich habe mal eine Frage, die aber wirklich nur noch rein interessemäßig ist 😉 Ich bin auch leider Wiederholungstäterin, bin im Mai 2009 mit 1,67 Promille auf dem Fahrrad angehalten worden, bin mit Fahrverbot von drei Monaten, Geldstrafe und Aufforderung zur MPU bestraft worden,- völlig zu Recht (darüber möchte ich gar nicht diskutieren). Habe im Jahre 2010 die MPU bestanden nur bin ich leider aus dieser Erfahrung nicht sonderlich klug geworden, da ich am 1.11.2017 mit 1,5 Promille mit dem Auto angehalten worden bin. Selbst schuld ich weiss. Hatte gepfefferte Geldstrafe zur Folge, zudem Führerschein wurde entzogen, 9 Monate Sperre und natürlich MPU. Die ganzen anderen „Schwierigkeiten“ wegen Unwissenheit und mangelnder Vorbereitung lasse ich mal an dieser Stelle weg. Lange Rede kurzer Sinn, denn DIESES Mal bin ich wirklich geläutert. 2 Jahre 1 Monat und 17 Tage keinen Führerschein zu haben, hätte mir allein beruflich fast das Genick gebrochen. Ich habe dank Abstinenznachweisen und einer veränderten Lebensweise Mitte November den Bescheid über meine positive MPU bekommen und seit genau einer Woche eine vorläufige Bescheinigung, dass ich wieder Auto fahren darf, – der Kartenführerschein wurde demnach am 19.12.19 neu beantragt / bestellt und es dauert wohl 2-4 Wochen bis er mir zugestellt wird (macht nichts, ich darf ja wieder seit dem 19.12.19 fahren.
    Es tut mir leid und ich bin da wohl ein ziemlicher Dussel, Mich würde einfach mal interessieren, ab wann die 10 Jahres-Frist beginnt, ab dem Eintreffen des Strafbefehls bzw. dessen Rechtskräftigkeit (habe keinen Widerspruch eingelegt da das bei der Promillezahl kaum was gebracht hätte) also Ende 2017 oder ab dem Zeitpunkt wo mir die neue Fahrerlaubnis ausgestellt worden ist, – also Ende 2019. Ich frage nicht, weil ich wissen möchte, wann ich wieder „durchstarten“ kann, sondern mich interessiert einfach, wann meine Führerscheinakte wieder blütenweiss ist 😉 Denn Punkte für zu schnell fahren oder anderes hatte ich nie, Alkohol war mein Problem.
    Vielen Dank und lieben Gruß
    Ninini

    1. Bin mir nicht 100% sicher, glaube aber, dass die Frist erst dann zu laufen beginnt, wenn alles abgeschlossen ist, also nach Aushändigung des Führerscheins.

      1. Hallo und guten Abend,
        wie gesagt, es war nur interessehalber. Ich habe untger keinen Umständen vor, das ganze ein drittes Mal zu wiederholen. Ich hatte auch schwach in Erinnerung, dass das Datum des Wieder-Ausstellens der Fahrerlaubnis eine gewichtige Rolle spielt. Und dann habe ich mir – also nur so bei mir gedacht, ist ja eigentlich Quatsch, denn mal angenommen, ich hätte erst 8 Jahre nach der Tat den FS wieder beantragt, dann würde das Delikt ja keine 10 Jahre Bestand haben, auch keine 15 Jahre (so lange hätte ich ja warten müssen um die Fahrerlaubnis ohne MPU zurück zu erlangen) sondern mindestens 18 Jahre….. hm. Aber wie gesagt, das sind nur so Gedankenspiele, die einem in den Sinn kommen.
        Besten Dank noch mal und lieben Gruß,
        Ninini

  26. Hallo,
    ich bin Wiederholungstäter 2016 wurde ich mit 0,9 Promille erwischt, 2019 mit 0,68. Muss natürlich eine MPU machen, wie stehen die Chancen diese ohne Abstinenznachweiß zu bestehen? 0,68 Promille sind ja nicht so hoch und die Einsicht ist auch da, kein kontrolliertes Trinken!

    Mit freundlichen Grüßen
    Anton

    1. Das Problem ist folgendermaßen: Gerade WEIL die Promillewerte ja recht nieder waren, wird natürlich davon ausgegangen, dass Sie noch klare Gedanken fassen konnten. Die erste Trunkenheitsfahrt kann man als „Kavaliersdelikt“ einstufen (bisher ist es ja immer gut gegangen…). Sie haben damals eine Geldstrafe und ein Fahrverbot bekommen (2 oder 3 Monate). Das hat vielleicht nicht genug weh getan, aber es ist davon auszugehen, dass ein wenigstens minimaler Lerneffekt stattgefunden hat. Wenn dann dieser Mensch später wieder mit >0,5‰ unterwegs ist, zeigt er aus Gutachtersicht ganz deutlich, dass er sich an die Regeln nicht halten WILL oder nicht KANN. Aus diesem Grund wird kontrolliertes Trinken als viel zu unsicher angenommen und Abstinenznachweis gefordert. Weil der Promillewert bei der 2. Trunkenheitsfahrt fallende Tendenz hatte, würde ich 6 statt 12 Monate Nachweis für ausreichend halten, wenn gut argumentiert wird.

  27. Ich bin vor 7 Jahren mit 1,1 Promille verunfallt. Nur Sperre bekommen.
    Vor kurzem mit knapp 2,9Promille Unfall nach ner Feier, dazu cannabis und schwach amphetamine im Blut.
    Bin immer noch verunsichert.
    Lebe nun abstinent.
    Mach bereits psychotherapie und hab keinen Plan ob ambulante Suchttherapie das richtige ist. Da wird der gutachter ja direkt Alkoholismus unterstellen.
    Abstinenznachweise muss ich ja auch dann 13 Monate erbringen.
    Ist der weg so ein guter,oder könnte ich auch mit ’nur‘ Suchtberatung antreten?
    Danke

    1. Bezieht sich die Suchttherapie denn „auf alles“ oder vor allem auf Alkohol? Mit 2,9 Promille sind Sie zwar noch knapp unter der 3-Promille-Schallmauer (ab diesem Wert darf Alkoholabhängigkeit unterstellt werden), aber der Wert ist schon beachtlich. Wenn dann auch noch Drogen mit im Spiel waren, wird von Mischkonsum ausgegangen und die Frage nach Sicht schwebt zumindest schon mal deutlich in der Luft. Ohne Abstinenznachweise für Alkohol UND Drogen (mindestens 12 Monate) haben Sie keine Chance.

  28. Ist eine ambulante Sucht Therapie für Alk /Drogen. Ab Beginn dieser sollen ja mehr als 12 Monate (12+x) Abstinenz Voraussetzung sein.

    Hoffte meine Psychotherapie, in welcher auch Sucht aufgearbeitet wird könne mit 12 Monaten Abstinenznachweisen Alk/BTM und zzgl. Suchtberatung ausreichen für einen guten Start bei MPU.

    Der Start der ambulanten Suchttherapie kann sich ja noch hinziehen und erst ab dann kann ich Nachweise sammeln.

    1. Da ist es wichtig zu entscheiden, wie Sie antreten wollen: in den beiden Schubladen A2 / D2 oder gleich A1 / D1 (1 bedeutet Sucht = Abhängigkeit). Theoretisch möglich ist auch A1 / D2 als Kombination. Ich weiß jetzt nicht genug über den Hintergrund Ihres Falles, würde aber nicht „einfach mal so“ das Fass Abhängigkeit / Sucht aufmachen wollen an Ihrer Stelle.

  29. Das ist aktuell mein Problem. Wenn ich ne ambulante Therapie angehe werde ich da automatisch A1 eingeordnet? Kann man da nicht auch A2 festlegen? Da sehe ich mich nämlich eher. Aber woher soll man das selbst entscheiden? Ich will halt etwas unternehmen. Schießt man sich hier evtl. ins Bein?
    Abstinenz ist klar.

  30. Therapie als solche ist als Begriff noch nicht festgelegt. Die Frage ist halt, wie es offiziell „verkauft“ wird. Oft kommt es vor, dass Leute eine Therapie machen und sich freuen, dass es von der Krankenkasse bezahlt wird und erst viel zu spät bemerken, dass der Preis dafür die Abrechnung als Sucht-Therapie war. Dann ist aber noch nichts verloren, so lange das nicht in der Führerscheinakte landet. Das kann aber bedeuten, dass es besser ist, die Therapie bei der MPU ganz zu verschweigen. Das heißt konkret: Wenn Sie der Ansicht sind, dass die Therapie für Sie selbst wichtig und nützlich ist, dann legen Sie ruhig damit los! Wenn Sie aber eher denken, dass es halt für die MPU bestimmt „gut aussieht“, dann würde ich mir eine Sucht-Therapie lieber zwei Mal überlegen!

  31. Genau meine Befürchtung. Hab mich irre machen lassen zuletzt. ‚Geh in Therapie‘ hörte ich von Fremden.

    Der Gutachter möchte ja sehen dass etwas unternommen wurde und das will ich ja auch in meinen zeitlichen Möglichkeiten. Gehe halt auch arbeiten. Nur will ich nicht über das Ziel hinaus schießen.

    Was wäre der Nachteil eines Eintrags solcher in der Führerscheinstelle oder Erwähnung bei MPU?

    Ich würde gefühlt lieber Suchtberatung /Caritas, Abstinenznachweise und psychotherapie mitführen bei MPU.
    Wären hier auch Nachteile zu sehen?

  32. Sobald irgendetwas mit „Sucht“ im Namen bei der MPU auftaucht, kann es zumindest brenzlig werden. Dem Glaube, dass der Gutachter „was sehen will“ in dieser Art und es vor allem drauf ankommt ein entsprechendes Stück Papier auf den Tisch legen zu können, sollten Sie nicht viel Bedeutung beimessen. Viel entscheidender ist, dass Sie Ihren Fall optimal aufbereitet präsentieren können. Wenn Sie dann noch was Stabilisierendes angeben können, ist das mindest genau so viel wert. Wer z.B. regelmäßig an Treffen der Anonymen Alkoholiker teilnimmt, kann ja auch nichts Schriftliches vorlegen (deshalb ja anonym!).

  33. Aber was könnte brenzlig werden?
    Dass ich als Süchtiger eingetragen werde in den Akten oder dass ich mir eher ne MPU mit A1-Bedingungen zu stellen habe?

    Ich gehe bei wiederholungstat davon aus dass ich nicht mehr trinken darf, auch nicht kT, auch wenn es MPU Nr. 1 ist.

    Die psychotherapie ist spitze für mich da ich zu Krisenzeiten die Vorfälle hatte. Hier kann ich an mir arbeiten. Das sollte ich vorzeigen bei meiner Geschichte.

  34. Bei A1 liegt die Messlatte für die MPU einfach deutlich höher als bei A2. Auch A2 setzt Abstinenz voraus, das ist also nicht der große Unterschied. Es macht aus meiner Sicht aber einfach keinen Sinn freiwillig mit A1 anzutreten, wenn es auch noch mit A2 möglich gewesen wäre. Man bindet sich mit A1 für den Rest seines Lebens einen erheblichen zusätzlichen Klotz ans Bein. Wer abhängig ist, gilt von vorn herein nämlich als ungeeignet zum Führen eines Fahrzeugs, und da muss er erst recht mühsam wieder raus kommen. Bei A2 gibt es diese Konstellation so nicht.

  35. Alkoholabhängigkeit (=A1) gilt als eine Krankheit, die man für den Rest des Lebens nicht mehr los wird. Man kann es auch damit vergleichen, wenn jemand durch einen Unfall ein Bein verliert. Unter bestimmten Voraussetzungen darf der trotzdem weiterhin Auto fahren (ein Automatik-Fahrzeug nämlich). Nehmen wir mal an, Sie würden durch einen dummen Zufall ohne Teilnahme am Straßenverkehr auffallen unter Alkoholeinfluss. Wenn diese Information zur Führerscheinstelle gelangen würde, müsste das die Entziehung der Fahrerlaubnis zur Folge haben, weil ein Alkoholabhängiger nur dann wieder zum Fahren geeignet ist, wenn er komplett abstinent lebt. Bei A2 ist das nicht so, solange er kein KFZ bewegt hat. – Das ist nur EIN Beispiel.

  36. Hallo zusammen,

    ich habe eine Frage bzgl. MPU/Wiederholungstäterin.
    Im Jahre 2009 verlor ich meinen Führerschein für 10 Monate aufgrund von Trunkenheit am Steuer (1,6). Dann bestand ich glücklicherweise die MPU und bekam meinen Führerschein (07/2010) zurück. Seitdem bin ich nie wieder mit Alkohol im Blut Auto gefahren.

    Vor kurzem habe ich allerdings einen großen Fehler gemacht und bin mit 1,9 – 2,0 Promille Fahrrad gefahren und gestürzt. Jetzt wurde ein Strafbefehlsverfahren eingeleitet und ich rechne mit der Anordnung einer MPU. Werde ich hier als Wiederholungstäterin angesehen (Auto – Fahrrad)?

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

    Viele Grüße

    1. Das steht natürlich noch in der Führerscheinakte drin. MPU ist ab 1,6‰ auf dem Fahrrad unvermeidlich. Der Führerschein wird meistens erst mal belassen. Unternehmen Sie nichts, das den ganzen Vorgang bescheunigen könnte, denn zwischen der Trunkenheitsfahrt und der MPU müssen mindestens 6 Monate vergangen sein! Melden Sie sich am besten unter mpu-alarm@kurspool.de bei mir, dann kann ich weitere Empfehlungen geben, was hier zu weit führen würde.

  37. Hallo!
    Ich bin 2010 mit 1,33 promille im Straßenverkehr auffällig geworden…musste für 6 Monate den Führerschein abgeben und ein Aufbau Seminar absolvieren, allerdings keine Mpu….2014 musste ich dann aber eine Mpu wegen zu schnellen Fahrens absolvieren, die ich auch bestanden habe…Nun bin Ich 2019 erneut mit 0,6 Promille aufgefallen. Strafe war 1 Monat Fahrverbot plus Geldstrafe…nun haben ich Post bekommen das ich wiederholt unter Alkohol Einfluss am Straßenverkehr teilgenommen habe und einen Monat Zeit habe ein Gutachten vorzulegen.
    Wortlaut im Brief: Begutachtung zur Beurteilung ihrer Eignung zum führen von Kraftfahrzeugen…
    Muss in meinen Fall ein Abstinenznachweis erfolgen ?
    Trinke eh sehr selten und habe seit diesem Vorfall vor 8 Monaten Bisher auch nicht mehr getrunken…und wird die Mpu wegen zu schnellen fahren nochmal Thema ? Empfiehlt es sich die mpu bei der selben Stelle zu machen ?

    1. Das mit dem „sehr selten trinken“ wird der MPU-Gutachter sicher stark in Frage stellen, denn für ihn sind Sie ein Wiederholungstäter Alkohol, und deswegen müssen Sie auch jetzt wieder zur MPU antreten. Als Wiederholungstäter sind normalerweise 12 Monate Abstinenz Standard. Da Sie jetzt nur 0,6 ‰ hatten, kann man mit etwas Glück für 6 Monate argumentieren. Dagegen spricht aber die Punkte-MPU 2014. Man wird Ihnen Unbelehrbarkeit unterstellen – auch wenn die Punkte-MPU nicht ausdrücklich Thema wird. Wenn Sie jetzt in der knappen Zeit einen Versuch starten wollen (meine Einschätzung: nicht völlig aussichtslos, aber schlechte Chancen) würde ich wenigstens 3 cm Haaranalyse vorlegen.
      Wieder gleiche Stelle? Ist egal, meine ich.

  38. Guten Tag,

    Zuerst mal vielen Dank an Herr Mangold für die Blogbeiträge und die Möglichkeit zur Diskussion! Hier reinzulesen hat mir viel Klarheit gebracht und es ist nicht immer einfach qualitative Infos zur MPU zu bekommen.

    Zu meinen Fällen:
    Ich wurde 2009 mit 2,2 ‰ Alkohol und THC im Blut auf dem Fahrrad angehalten. Ich war nicht im Besitz eines Führerscheins. Mir wurde das führen von Fahrrad und Mofa untersagt.

    2018 bin ich beim einparken an dem Wagen hinter mir leicht angestoßen. Zwei Zeugen haben die Polizei kontaktiert und 5 Minuten später wurde ich festgenommen mit 1,88 ‰ Alkohol im Blut. Ich war immer noch nicht im Besitz eines Führerscheins.

    Es könnte auch sein, dass bei der Führerscheinstelle hinterlegt ist, dass ich 2019 im Besitz von 0,6g Amphetamin war (nicht im Straßenverkehr). Das Verfahren wurde zwar eingestellt aber ich muss noch überprüfen ob das bis zur Führerscheinstelle ankam oder nicht (ist das überhaupt möglich? Könnten auch andere Auffälligkeiten meiner Vergangenheit an die Führerscheinstelle registriert sein, auch wenn die Verfahren eingestellt wurden?)

    Ein Jahr Abstinenz und eine gute Vorbereitung zur MPU sind in meinen Augen Pflicht um überhaupt eine Chance auf ein positives Gutachten zu haben. Ich frage mich jedoch ob ich in meinem Fall bezüglich dem Alkohol in der Schublade A2 antreten kann oder ob zwangsläufig von einer Sucht ausgegangen wird. Bezüglich dem Cannabis stellt sich auch die Frage der Einstufung. Ich habe damals nur sehr gelegentlich gekifft und würde mich in D3 einstufen. Könnte das meinem Fall entsprechen ?

    1. Also von Alk.sucht wird nicht so ohne weiteres ausgegangen. Dafür ist schon was ser Handfestes nötig. Und was die Führerscheinakte angeht: Sehe ich das richtig, dass Sie bisher noh nie einen Führerschein hatten? Weiß nicht genau, wie das dann mit einer Fürerscheinakte überhaupt aussieht. Fragen Sie doch einfach mal bei der Führerscheinstelle nach, was dort über Sie vorliegt und nehmen Sie Akteneinsicht.

  39. Hallo!
    Ich bin im Sommer 2018 innerhalb von 2,5 Wochen, 2x von der Polizei zur Verkehrskontrolle mit dem PKW raus gezogen worden.
    Beim ersten Vergehen wurde neben dem Besitz von 3,3g Cannabis nach Bluttest folgendes Ergebnis Ermittelt:
    THC: 9,5ng/ml
    11-Hydroxy-Tetrahydroc.: 4,3ng/ml
    Carbonsäure: 128,0 ng/ml

    Beim zweiten mal (zwei Wochen später)
    THC: 4,0ng/ml
    Hydroxy: 1,9 ng
    Carbonsäure:24
    dazu kam ein Promillewert von 1.35.

    In der Vergangenheit:
    Rechtskräftig verurteilt 2009: Fahren unter Alkoholeinfluss mit 1,56 Promille:
    9 Monate Fahrverbot.

    2012: Fahrt unter Alkoholeinfluss mit 0,62 Promille.
    Daraufhin MPU, im ersten Anlauf Positiv.

    Meine Frage, auf was muss ich mich vorbereiten?
    THC ist mir klar aber auch eine Alkoholabstinenz?

    1. Ziemlich sicher auch wegen Alkohol. Als Wiederholungstäter sind dann 12 Monate Abstinenznachweis dringend zu empfehlen.

  40. Hallo,

    hab mich durchgelesen aber jetzt zu meinem Fall

    2010 hatte ich eine schlägerei im Alkoholisiertem Zustand. Hatte daraufhin eine Freiheitsstrafe und wurde zum MPU verdonnert obwohl ich nie einen Führerschein hatte

    2013 habe ich erfolgreich ein mpu gemacht aber den Führerschein noch nicht.

    2018 hab ich dann endlich meinen Führerschein gemacht

    Februar 2020 mit 1.67 Promille angehalten. Fahrverbot 1 jahr, Geldstrafe und MP.

    Meine Frage jetzt muss ich Abstinenznachweise erbringen wenn ja schicken auch 6 monate oder muss es 12 monate sein weil bei den 12 monaten das aller länger dauert wie meine sperrfrist.

    Wie ist das mit dem MPU Vorbereitungskurs muss ich den machen auch wenn ich die Abstinenznachweise vorlege.
    Würde sie es empfehlen oder würden die Abstinenznachweise schicken um zu zeigen das ich nix mehr trinke um den gutachter zu überzeugen

    1. Die Abstinenznachweise (am besten 12 Monate) sind so zu sagen nur die „Eintrittskarte“ zur MPU. Da Sie Alkohol-Wiederholungstäter sind, liegt die Messlatte jetzt deutlich höher und die Vorbereitung muss deshalb besonders gründlich sein. Ohne anzutreten halte ich für absolut rausgeschmissenes Geld.

  41. Guten Abend

    Ich hatte letztes Jahr eine mpu wegen Drogen Delikten in der Jugend aber noch keinen Führerschein denn ich Anfang dieses Jahr endlich gemacht hatte! Nun wurde ich Gestern in der Probezeit mit 0,6 Promille erwischt.

    Was denken sie wird mich erwarten

    Mit freundlichen Grüßen

    1. Ich denke nicht, dass das Drogen-Thema eine Rolle spielen wird. Alkohol in der Probezeit ist aber ein „hartes“ Delikt, das man sich nur 1x erlauben darf. Ist aber nicht mein Fachwissen, deshalb kann ich nichts weiter dazu sagen. Ein Fahrlehrer ist da sicher der bessere Ansprechpartner.

  42. Hallo eine Frage habe 2003 eine Mpu gemacht und bestanden muss jetzt wieder eine machen muss ich die Mpu von 2003 angeben.

    1. Akteneinsicht nehmen, dann wissen Sie, ob die alte MPU noch irgendwelche Spuren hinterlassen hat. Normalerweise sollte inzwischen alles sauber sein, denke ich.

  43. Hallo zusammen!

    Ich würde vor 14 Jahren mit Alkohol erwischt, 1,3 keine MPU.

    Muss ich jetzt 1,1 gepustet zur MPU? Bin ich nach 14 Jahren auch Wiederholungstäter ? Danke :(

      1. Leider ist es noch in der Akte, und somit bin ich Wiederholungstäter und muss zu einer MPU. Es gilt die Grenze von 15 Jahren, was aber nicht heißt das man nicht zu einer MPU muss. Es wird auch in der Führerscheinakte nichts gelöscht. Erst nach 100 Jahren.

          1. Vielen Dank nochmal für Ihre Hilfe. Es hat alles geklappt und Sie hatten recht.
            (Keine MPU.)
            Danke auch für den wertvollen Typ , die Akte doch mal genauer unters Auge nehmen zu lassen. :-) Prima :-)

  44. Hallo Herr Mangold,
    2012 hatte ich eine Trunkenheitsfahr mit Unfall (gegen ein Gebüsch in der Kurve) mit 1,59 Promille und Sperrfrist von 12 Monaten ohne MPU.
    Leider bin ich vor kurzem mit über 1,3 Promille gepustet (Blutwert steht noch aus) von der Polizei kontrolliert worden und der Führerschein wurde erstmal wegenommen. Mir ist klar das ich zur MPU muss und auch dementsprechende Nachweise erbringen muss/möchte.
    Was mir nicht so klar ist, wie verhält sich das mit der Sperrfrist, wird diese immer von Fall zu Fall betrachtet oder weil man Wiederholungstäter ist automatisch verdoppelt bzw. sehr viel höher angesetzt?
    Und lohnt es das Geld eher ausschliesslich bei Ihnen zu investieren in Beratungsgesprächen oder kann ein Anwalt für Verkehrsrecht da noch was bewirken auf die Dauer der Abstinenz und Sperrfrist ?

    1. Einen guten Verkehrsanwalt würde ich auf jeden Fall beauftragen, denn ohne Anwalt ist es weitgehend reine Glückssache was Sie aufgebrummt kriegen!

  45. Hallo. Hatte 2015 eine Mpu wegen Amphetamin die ich erfolgreich bestanden habe. Im März wurde ich leider positiv auf thc getestet bei einer polizeikontrolle. Der aktive Wert ist unter 1ng, der brief von der Polizei kam auch schon das die Owi gegen mich eingestellt wurde. Kommt trotzdem wieder eine Mpu auf mich zu? Abstinenznachweise mache ich vorsorglich trotzdem schon.

  46. Hallo erstmal ich habe da eine Frage

    Ich habe im Jahr 2018 ein mpu machen müssen wegen thc am Steuer die ich dann erfolgreich absolviert habe.
    Jetzt vor gut halben Jahr wurde ich an einem Parkplatz wo mein Auto stand mit meinem Kollegen kontrolliert und bei mir ein Drogentest durchgeführt und da kam raus das ich thc im Blut habe und jetzt ist ein Brief gekommen das ich angeblich unter Konsum gefahren bin obwohl mein Auto an einem öffentlichen Parkplatz stand und ich nur meine reifen wechseln wollte.

    Meine Frage ist muss ich mein Führerschein abgeben und ein mpu nochmal absolvieren?
    Danke im Voraus
    Freue mich auf die Antwort .
    Meine Werte waren 5.4

    1. Es ist sehr wichtig, ob Sie tatsächlich gefahren sind (und das bewiesen werden kann) oder nicht. Ich würde an Ihrer Stelle einen für MPU und Drogen kompetenten Anwalt einschalten. Allerdings ist das Problem damit noch nicht ganz aus der Welt. Vermutlich werden Sie ja bei der MPU mit 6 Monaten Abstinenznachweis angetreten sein und der Aussage in Zukunft konsequent die Finger von Drogen zu lassen. Diese Aussage ist jetzt aber hinfällig. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass die Führerscheinstelle jetzt damit kommt, dass überprüft werden muss, ob THC-Konsum und strikte Trennung vom Fahren gewährleistet ist.

      1. Wie könnte ich es den nachweisen habe nur zeugen die es bestätigen können kb meine Freundin bei ihr war ich ganze Zeit

        Ich könnte ja in jedem Quartal ein Nachweis machen von mir wäre es kein Problem aber ich weiß nicht ob da die Führerschein Stelle mitkommt

        Danke

  47. Einen wunderschönen guten Tag

    Ich habe da eine Frage weil mich die Ungewissheit langsam auffrisst, im Internet findet man viel aber auch nichts wirklich eindeutiges.

    Ich wurde am 27.8.2020 von der Polizei angehalten. Mir wurde Blut abgenommen wegen Verdacht auch btm. Da es keine Stunde her war das ich geraucht habe werden meine Werte dementsprechend hoch sein. Ich mache ihnen hier nichts vor ich bin Dauerkonsument und kiffe regelmäßig man kann sagen fast täglich.

    Ich bin Wiederholungstäter da ich 2014 mit btm am steuer erwischt wurde und musste damals schon eine mpu machen die ich beim ersten mal bestanden habe ein Jahr Abstinenz nachweis, Vorbereitungskurse und suchthilfe.

    2005 musste ich auch bereits eine mpu machen wegen Alkohol am Steuer damals 1,6 Promille.

    Jetzt habe ich schon 2 mpu’s hinter mir besteht überhaupt die Chance meinen Führerschein wieder zu bekommen. Und was denken sie wird auf mich zukommen?

    Kann ich die führerscheinstelle davon überzeugen nur einen Abstinenz nachweis zu erbringen von mir aus auch 2 Jahre lang? Weil ich denke ein 3.tes mal wird mich kein Psychologe durchkommen lassen egal was ich an Vorbereitung oder Abstinenz nachweisen.

    Lg JK

    1. Es wird wieder eine MPU fällig, daran ist nicht zu rütteln. Eine Grenze, wie viele MPUs es geben darf, gibt es nicht, aber es liegt natürlich auf der Hand, dass die „Messlatte“ mit jeder Wiederholungstat ein Stück höher wandert. Nicht nur der Konsum als solcher stellt das entscheidende Problem dar, sondern auch die Tatsache, dass Sie immer wieder nicht wenigstens ausreichende Wartezeit nach dem Konsum eingehalten haben, macht es schwierig.

      1. Habe ich denn überhaupt noch Chancen diese zu bestehen. Weil nach meiner Vorgeschichte mir doch keiner glauben wird das ich jetzt daraus endgültig gelernt habe und Abstinenz bleibe.

        Können sie mir was empfehlen was ich vorab schon tun kann?

        Danke für die bisherige Antwort

        1. Es wird eben um die Frage gehen müssen, WARUM Sie wieder „umgekippt“ sind. Das kann ja unterschiedliche Ursachen haben. Vielleicht hatten Sie ja von vorn rein gar nicht vor ihr Verhalten zu ändern, sondern wollten nur den Führerschein wieder kriegen (und nach mir die Sintflut…). Vielleicht war es aber auch ganz anders: Sie WOLLTEN schon, aber Sie sind leider immer wieder schwach geworden. Das sind schon mal zwei grundverschiedene Erklärungen, die natürlich einen ganz anderen Ansatz brauchen.

          Die Vorgeschichte ist nicht alles, aber sie ist wichtig, um ERKLÄREN zu können, wo Sie jetzt stehen und wie es weiter gehen wird.

  48. Hallo. Ich hatte eine mpu 2015 wegen hohen Amphetamin Werten. Leider hatte ich einen „Rückfall“ mit Cannabis, habe 2 mal am joint gezogen weil ich nicht schlafen konnte. Bin nach 20 Std Auto gefahren, mein Abbauwert ist 5,3 ng. Kein Aktives Thc. Die Behörde hat sich mittlerweile gemeldet, die wollen mpu bis Ende Oktober. Das ich die nicht bestehen kann ist klar, mache erst seit mai Abstinenznachweise. Vorbereitung läuft ebenfalls. Trotzdem mach ich mir grosse Gedanken ob ich die mpu überhaupt bestehen kann, Wiederholungstäter werden doch sicher härter geprüft?

  49. Hallo
    Ich wurde vor 2 Jahren mit dem Auto erwischt mit 1,28 mg Thc
    Habe die mpu absolviert
    Und wurde jetzt mit 1,2 Promille angehalten
    Bekomme ich die mpu erneut oder wird das anders gewertet?
    Dankeschön im voraus.

    1. Das kann ich Ihnen leider nicht sicher sagen. Ich denke, dass Drogen-MPU und Alkohol-MPU ja zwei eigenständige Bereiche sind und deshalb normalerweise auch so behandelt werden sollten. Ich kann aber nicht sicher ausschließen, dass es Führerscheinstellen geben kann, die das anders sehen und sich vor allem durch die kurze vergangene Zeit (2 Jahre) beeindrucken lassen.

  50. Hallo Herr Klaus Mangold…

    Mein Anliegen

    Habe 2004 eine MPU machen müssen wegen Trunkenheit am Steuer und den Führerschein 2005 wiedererlangt aber 2009 wiederholt ein Auto geführt unter Alkoholeinfluss… also Wiederholungstäter… jetzt würde ich gerne wissen wollen ob das von 2004 noch in der Akte stehen oder angewendet werden darf wenn ich jetzt mein Führerschein beantragen würde …

    Das erste 2004 ist ja jetzt 15 Jahre Herr und das zweite von 2009 /10 Jahre

    1. Mit solchen rein juristischen Fragen wegen Fristen bin ich leider nicht der Experte. Meine Einschätzung ohne Gewähr: Wiederholungstat Alkohol könnte da eine Rolle spielen, so dass dadurch die eigentlich fällige Löschung gehemmt wird. Es kostet nichts und steht Ihnen auch zu, dass Sie Akteneinsicht nehmen. Solange Sie sonst keinen Vorgang anstoßen, ist das normalerweise gefahrlos. Falls Sie noch Einträge finden, die Ihrer Meinung nach raus gehören, können Sie dann ja immer noch überlegen, wie Sie weiter vorgehen wollen.

  51. Hallo guten Abend,

    Vor 2 Monaten wurde ich erneut mit Alkohol am Steuer 0.6 Promille angehalten. Anfang 2019 habe ich mit 1.4 Promillen meinen Führerschein abgeben müssen 7 monate Sperre gehabt und ohne Mpu durch eine neuerteilung meinen Führerschein zurück gekriegt. Nun wurde ich wieder angehalten und habe 3 monate Fahrverbot plus 1050 Euro geldstrafe bekommen, habe 4 monate Zeit mein Führerschein abzugeben. Meine Frage ist muss ich diesmal mit einer Mpu rechnen oder komm ich nochmal mit einem blauen Auge davon ?

    Mit freundlichen Grüßen

    1. Die MPU ist Ihnen so sicher wie das Amen in der Kirche, denn wer innerhalb von 10 Jahren erneut mit Alkohol auffällig wird, ist Wiederholugstäter und muss deshalb zur MPU, bevor er den Führerschein wieder kriegt. Wiederholungstäter Alkohol bedeutet aber auch, dass man ohne Abstinenznachweis (12 Monate, aber mindestens 6 Monate) so gut wie keine Chance hat, denn Sie haben je gerade eben bewiesen, dass die Trennung von trinken und fahren bei Ihnen nicht funktioniert und kontrolliertes Trinken deshalb keine Option mehr ist.

  52. Hallo hr Mangold
    ich habe vor 17 jahre mein fuhrerschein wegen thc abgegeben und vor 2 jahre nocmal gekrickt.vor 5 monate wurde ich kontroliert und nochmal im blut thc getestet ,,in kurzem bekamm ich ein brief da mpu machen muss..ist das genug dass ich 6 monatige Abstinenznachweis bringe oder 12 monate
    ich danke ihnen
    Was können Sie mir noch raten
    vielen dank

        1. Das ist ein stattlich hoher Wert, der Sie in die Schublade DAUERKONSUMENT schiebt. Das bedeutet, dass man von Ihnen schon gerne 12 Monate Abstinenznachweis sehen möchte.

          1. hr Mangold ..sie sind ein sehr nette mensch,und ich danke nochmals für ihre hilfe,,,wenn ich 12 Monate Abstinenznachweis gebe,und vorbereitung kurse mache heisst das habe ich mein führerschein wieder?…weil ich mache mir sorgen da führerscheinstelle mir schwerigkeiten macht

  53. Lieber Herr Mangold,

    2010 habe ich aufgrund meiner Alkoholfahrt (Auto, September 2009) mit 1,6 Promille eine MPU durchlaufen und diese auch bestanden (KT).

    Im April 2020 wurde ich allerdings auf dem Fahrrad mit 2,0 Promille auffällig (Sturz) und erwarte daher eine erneute Aufforderung zur MPU.

    Um Zeit zu schinden und die Einleitung des Strafbefehlsverfahrens hinaus zu zögern, habe ich über einen Anwalt Akteneinsicht gefordert (Mai 2020). Bis zum heutigen Tag haben wir allerdings noch keine Akteneinsicht erhalten.

    Ich habe bereits mit einem Abstinenznachweis über Haaranalyse begonnen und Ende November steht die 2. Probe, mit der ich dann 6 Monate nachweisen kann, an. Ich möchte gerne 1 Jahr Abstinenz nachweisen. Nun mache ich mir allerdings Sorgen, dass sich die Strafverfolgung so sehr in die Länge zieht, dass mein Abstinenznachweis zum Zeitpunkt der MPU gar nicht mehr gültig ist.

    Macht es Ihrer Meinung nach Sinn, das Abstinenzprogramm für ein Jahr abzuschließen oder soll ich besser warten, bis die MPU angeordnet wird und dann erneut ein halbes Jahr nachweisen?

    Zudem würde mich interessieren, ob es akzeptiert wird, wenn man nach einem halben Jahr von der Haaranalyse zu Urinprobe wechselt? Es werden deutlich mehr Haare entnommen als ich dachte und bei meinem wenigen und dünnen Haar, werden die kahlen Stellen leider auffallen.

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

    Beste Grüße

    Isabel

    1. Das ist tatsächlich oft eine blöde Angelegenheit, dass bei Trunkeheitsfahrt auf dem Fahrrad die Zeit manchmal problematisch sein kann: Einerseits ist es wichtig, dass die MPU ja mindestens 6 Monate seit der Trunkeheitsfahrt erst erfolgt (deshalb erst mal ruhig verhalten, damit genug vergeht), aererseits kann es aber auch passieren, dass das Amt sehr träge arbeitet und man dadurch die Abstinenznachweise fertig hat, bevor MPU-Termin in Sicht. In dem Fall bleibt nur die Möglichkeit die Abstinenznachweise weiter zu führen. Es macht dann evtl. sogar Sinn selber bei der Führerscheinstelle anzufragen, wie weit die Bearbeitung denn ist. Rein theoretisch kann es auch mal vorkommen, dass so was übersehen wird und die MPU sehr, sehr lange auf sich warten lässt – oder sogar ganz vergessen wird. Ich meine aber, das ist sehr unwahrscheinlich, und evtl. jahrelang immer weiter Abstinenz nachweisen ist ja auch keine Lösung.

      Der Wechsel von Haaranalyse auf Urin-Screenings ist unproblematisch.

      1. Vielen Dank für die schnelle und hilfreiche Antwort!
        Ich würde dann denke ich die Führerscheinstelle nach Ablauf des Abstinenzjahres kontaktieren um eine zeitnahe MPU Anordnung zu erhalten!
        Aber die Frage ist: Kann die Führerscheinstelle überhaupt eine MPU anordnen wenn ich vom Staatsanwalt noch gar nicht verurteilt wurde?

  54. Puuh, ok. Danke! Das kann ja dann noch ewig dauern…Zumal noch nicht einmal nach 6 Monaten Wartezeit Akteneinsicht gewährt wurde!
    Aufgrund von Kurzarbeit muss ich mir dann gut überlegen, ob ich den kostenintensiven Abstinenznachweis nach Beendigung eines Jahres weiterführe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *