Was mir bei der MPU-Vorbereitung wichtig ist
Das Angebot an Vorbereitungen auf die MPU ist riesig und extrem unterschiedlich. Damit Sie wissen, worauf Sie sich bei mir einlassen, erkläre ich, wie ich meine Arbeit verstehe und was mir wichtig ist.
Wie die Jungfrau zum Kind…
…gekommen bin ich zum Thema MPU: Mich hatte es selber schon mal "erwischt" als Betroffener. Obwohl das schon 17 Jahre her ist, kann ich mich noch sehr gut erinnern an die wilde Mischung von Gefühlen:
- Wut auf mich selber, dass ich mich so benommen habe, dass es überhaupt so weit kommen konnte,
- die Angst jetzt vielleicht den Führerschein zu verlieren, der mir doch extrem wichtig war,
- das Gefühl völlig falsch verstanden und ungerecht behandelt zu werden,
- und die Sichtweise, dass alles eine total blöde, unsinnige und teure Schikane ist.
Was mir geholfen hat
Ich bin nicht der Typ Mensch, der schnell die Flinte ins Korn wirft. Auch wenn es sich plakativ anhören mag: Ich sehe in jedem Problem eine Herausforderung, die doch irgendwie zu schaffen sein muss.
Das bedeutet nicht, dass ich mich mit Begeisterung drauf stürzen würde. Eher im Gegenteil: Ich gehe es zwar mit Widerwillen an, aber mit dem eisernen Willen mich nicht geschlagen geben zu wollen.
Ich bin begeisterter Schachspieler. Kein Profi, sondern nur sehr mittelmäßiger Amateur, aber immer mit dem Ehrgeiz auch in einer schlechten Stellung noch nach Möglichkeiten zu suchen, dem Gegner das Leben möglichst schwer zu machen. Kämpfen - nicht vorschnell aufgeben!
Mein professioneller Hintergrund
Ich bin Diplom-Psychologe. "Alles klar, dann war die MPU für ihn ja ein Kinderspiel", werden viele jetzt denken. So einfach ist das aber nicht. Die Psychologie ist nämlich ein sehr weites Feld.
Als Diplom-Psychologe kannte ich natürlich die grundlegenden Methoden und Denkweisen der Psychologie. Das allein reicht für eine MPU-Begutachtung aber nicht aus. Es ist ein bisschen so, als würde man von einem Allgemeinarzt erwarten, dass er auch komplizierte Herzoperationen durchführen kann. - Ein Medizinstudium macht schließlich auch noch keinen guten Herzchirurgen.
Die allgemeine fachliche Grundlage ist wichtig – aber für eine bestimmte Aufgabe braucht man zusätzlich das entsprechende Spezialwissen und die praktische Erfahrung. Genau dieses spezielle Wissen über die Anforderungen und Feinheiten der MPU musste ich mir erst aneignen. Das war ein erheblicher Lernaufwand – und damit war es allein noch nicht getan: Entscheidend ist auch die praktische Erfahrung.
Pro oder contra MPU?
Ich kann gut verstehen, dass Sie das wissen wollen. Ich antworte hier aber nur sehr kurz: Ja, längst nicht alles rund um die MPU finde ich gut.
Überlegen Sie aber mal was ganz anderes: Was bringt es Ihnen, wenn Sie meine private Meinung in allen Einzelheiten kennen? Doch nicht mehr als die Genugtuung: Da ist einer, der sieht's ganz ähnlich wie ich und teilt meine Einschätzung zur MPU.
Rein gar nix können Sie sich dafür kaufen!
Pragmatisch denken
- Sie müssen zur MPU.
- Ihr kostbarer Führerschein ist bereits weg oder ganz kurz dsvor.
- Der einzige sinnvolle Weg führt über die bestandene MPU.
Gegen den Grundgedanken, durch die MPU die Gefährdung im Straßenverkehr zu reduzieren, wird wohl kaum jemand vernünftig etwas einzuwenden haben. Dass das sehr komplexe Konstrukt MPU seine Schwächen hat und den eigenen Anspruch, eine tragfähige Prognose über das künftige Verhalten auffällig Gewordener zu liefern, nur eingeschränkt einlösen kann, ist zwar ernüchternd - aber Tatsache ist doch, dass weder Sie noch ich etwas dran ändern können, auch wenn wir noch so viel drüber schimpfen!
Mein Ziel ist:
- Den von der MPU Betroffenen den für ihren individuellen Fall sichersten und schnellsten Weg durch das MPU-Dickicht zu weisen.
- Unnötig Zeit und Geld verschlingende sinnlose Umwege zu vermeiden.
- Sie so auf die anspruchsvolle Begutachtung vorzubereiten, dass es möglichst sicher im ersten Anlauf klappt.
- Dazu beizutragen, dass die MPU nicht nur bestanden wird, sondern die notwendigen Veränderungen auch langfristig Bestand haben.
Machen Sie sich bewusst: Es macht keinen Sinn die MPU einfach "irgendwie" bestehen zu wollen - Augen zu und durch…
Wenn Sie dagegen Ihre eigene Situation wirklich verstanden haben, wissen, warum es zur MPU gekommen ist und was sich seitdem verändert hat, müssen Sie dem psychologischen Gespräch nicht mit Angst entgegensehen. Sie können offen, ehrlich und selbstbewusst über Ihre Geschichte sprechen.