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MPU-InformationMachen Sie sich schlau!Die MPU folgt einem eng vorgegebenen Schema, an das sich der Gutachter halten muss. Sie erfahren hier, wie dieses Schema genau aufgebaut ist, welchen Schritten es folgt und was für ein positives Gutachten zwingend notwendig ist. Sie können also ganz genau nachlesen was zu tun ist. Etwas auswendig lernen hilft aber nicht, denn das Schema wird haarklein auf Ihren individuellen Fall angewandt. Das Schema stellt nur Fragen und gibt Kriterien vor, wann eine Frage als erfolgreich beantwortet gilt. Das genau auf Ihre Verstöße zu übertragen kann nur von Ihnen kommen!
Warum sind Sie zur MPU verdonnert worden?Es gibt Automatismen, die jeder schon vorher genau kennen konnte, wenn er sich informiert hatte. Man wird davon also nicht im eigentlichen Sinn "überrascht": Das ist z.B. die 18-Punkte-Grenze (Folge ist eine MPU mit sogenannter Punkte-Fragestellung) oder im Straßenverkehr auffällig geworden mit mehr als 1,6 Promille Alkohol (Folge ist eine MPU mit sogenannter Alkohol-Fragestellung). Und es gibt eine ganze Reihe Anlässe für eine MPU, die nur wenig bekannt sind (z.B. dass man mit entsprechend hohem Alkoholpegel auch als Radfahrer "reif sein" kann). Viele davon sind Ermessens-Sache des Sachbearbeiters bei der örtlichen Führerscheinstelle. Allen gemeinsam ist, dass ein konkreter Anlass vorliegt, aus dem die Vermutung abgeleitet wird, dass Sie im Straßenverkehr eine Gefahr für die Allgemeinheit sein könnten. Diese Gefährdung der Allgemeinheit wiegt schwerer als Ihre persönliche Freiheit. Der Grundsatz "im Zweifel für den Angeklagten" gilt hier deshalb nicht. Und Sie sind auch gar nicht als Angeklagter zur MPU eingeladen. Es liegt jetzt bei Ihnen, durch eine positive MPU das Gegenteil dieser Gefährdungs-Vermutung zu beweisen. Irgendwelche finanzielle Rückforderungen können Sie aber trotzdem nicht stellen. Man mag das ungerecht und willkürlich finden, aber es gibt genug einschlägige Grundsatzurteile, die das abgesegnet haben. Sobald Sie den Vertrauensvorschuss verspielt haben, den man Ihnen beim Erteilen des Führerscheins damals eingeräumt hatte, ist der Schwarze Peter bei Ihnen angekommen und die Mühle MPU beginnt zu mahlen. Machen Sie sich das klar:Solange nicht durch ein positives MPU-Gutachten das Gegenteil bewiesen ist, gelten Sie jetzt als eine ernsthafte Gefahr im Straßenverkehr. Das Bestehen der MPU ist der einzige realistische Weg, um in absehbarer Zeit da wieder raus zu kommen! Ehrlichkeit und Reue sind nicht viel WertMein MPU-Training
Wenn Sie diese Seite aufmerksam durchgelesen haben, wird Ihnen klar sein, dass die MPU zwar nichts Geheimnisvolles ist (jeder kann sie schaffen), aber sehr sorgfältige Vorbereitung braucht. Wer genug Zeit und viel Ausdauer hat, kann sich wohl auch selbst auf die MPU vorbereiten. Es gibt aber deutlich schnellere Möglichkeiten: Mein MPU-Training kommt ganz ohne erhobenen Zeigefinger aus. Ziel des Trainings ist, dass wir gemeinsam Ihren Fall durch gehen und das Gespräch mit dem Gutachter Schritt für Schritt nach den Anforderungen der MPU vorbereiten. Ohne Ihre Mitarbeit geht es nicht. Ich kann Ihnen aber versprechen, dass Sie nach dem MPU-Training gut auf das Gutachter-Gespräch vorbereitet sind und keine bösen Überraschungen mehr warten. Mein Training findet immer innerhalb eines einzigen Tages statt. Rechnen Sie mit 4 - 6 Stunden Dauer, je nach individueller Problematik. Sie werden an diesem Tag aber erst nach Hause gehen, wenn wir alles Wichtige durch haben! Warum fallen bei der MPU so viele durch? Ganz einfach: Sie waren schlecht oder gar nicht vorbereitet. Ich meine, es ist ganz naheliegend, dass man ohne entsprechende Information als MPU-Kandidat auf den Gedanken kommt: "Ich hab Mist gebaut. Das seh ich jetzt selber. Ich nehme mir fest vor, dass ich das nicht wieder tun werde. Das werde ich bei der MPU auch so sagen, und da müssen die mich doch einfach durch lassen, denn ich sag ja die Wahrheit!" Machen Sie sich keine Illusionen: Damit fallen Sie glatt durch! Selbst wenn der Gutachter Ihnen persönlich glauben sollte, weil Sie so ein herzensguter Mensch sind, darf er Ihnen kein positives Gutachten geben, weil seine Richtlinien nach etwas ganz Anderem fragen, worauf Sie mit keinem einzigen Wort eingegangen sind. Die Reue ist deshalb eine Falle, weil statistisch ein sehr hoher Prozentsatz der Kandidaten fast alles nur Erdenkliche bereuen und behaupten würden, nur um den Führerschein zurück zu bekommen oder zu behalten. Selbst wenn Ihre Reue echt ist, hat sie statistisch gesehen einen Wert nahe null. Dagegen kommen Sie deshalb nicht an, weil statistische Erkenntnisse in der MPU ganz weit oben stehen. Selbst wenn Sie der eine Glaubwürdige unter 100 Lügnern sein sollten, hilft Ihnen das rein gar nichts, denn die Entscheidung für die Statistik bedeutet auch ganz bewusst, dass ein gewisser Prozentsatz an Fehlentscheidungen einkalkuliert ist und in Kauf genommen wird! Da helfen keine noch so guten Argumente. Nur die Statistik zähltWir wissen ja schon, dass Sie als Gefahrenpotential eingestuft sind. Damit Sie ein positives Gutachen bekommen können, muss klar sein, dass Sie daran was Entscheidendes geändert haben. Verkehrspsychologie ist Verhaltenspsychologie pur - und die baut stur auf klassischer Lernpsychologie aus: Der Mensch handelt so, dass er am häufigsten die Alternative wählt, die ihm kurzfristig die meisten Annehmlichkeiten bringt. Ein paar verhalten sich auch ab und zu anders (vielleicht, weil Sie nachgedacht haben?), aber für den Staistiker spielt das keine Rolle. Das ist die Irrtumswahrscheinlichkeit, die selbst bei hohen Ansprüchen an die Zuverlässigkeit meist mit 5 Prozent stillschweigend akzeptiert wird. Reue und Ehrlichkeit kommen im Wortschatz der Vehaltenspsychologie erst weit hinten vor. Der Gutachter (Verkehrspsychologe) will deshalb von Ihnen hören, welches die starken Annehmlichkeiten waren (psychologisch heißt das: die Verstärker), aus denen heraus Sie die Verstöe begangen haben, Statistisch betrachtet sind tatsächlich auch die besten Vorsätze nicht viel Wert. Eine viel höhere Chance, dass jemand sein Verhalten dauerhaft ändert, besteht dann, wenn die Gründe für das bisherige Verhalten abgestellt und durch andere ersetzt werden, die jetzt das neue Verhalten attraktiver machen (psychologisch gesprochen: andere Verstärker müssen her). Es ist deshalb nutzlos, wenn Sie versuchen, eben "besonders überzeugend" vorzutragen, dass Sie wirklich gaaaanz feste Vorsätze gefasst haben. Was waren Ihre »Verstärker?«Ich benutze hier mit Absicht den verhaltenspsychologischen Fachausdruck, denn genau daran orientiert sich ja der MPU-Gutachter. Er erwartet von Ihnen, dass Sie sich mit dem Problem so intensiv auseinander gesetzt haben, dass Sie ihm in seinem Schema genau erklären können, was für Sie so anders war, dass es diesen großen Reiz hatte, dass Sie sich nicht an die gesetzlichen Bestimmungen gehalten haben. Er will konkrete individuelle Gründe hören, denn Sie gehören zu einer prozentual kleinen Gruppe (ca. 100.000 MPU-Absolventen jedes Jahr). Irgend etwas Wesentliches muss bei Ihnen also anders gewesen sein. Was war es genau? Schon an dieser Stelle fallen viele durch, weil sie externe Gründe angeben, für die sie nichts konnten. Für den MPU-Gutachter heißt das: Der Kandidat übernimmt nicht die Verantwortung für sein eigenes Handeln. Dadurch stellt er eine Gefahr für die Allgemeinheit dar. Als Verkehrsteilnehmer ist er also nicht mehr geeignet - negatives Gutachten!
Es ist keine Kleinigkeit, das alles so nach Verstärkern zu "zerlegen", dass es dem Verständnis der Verhaltenspsychologie genügt. Und es ist schon gar nicht einfach für jemand, der in seinem bisherigen Leben natürlich nicht gewohnt war, in diesen Kategorien zu denken. Wenn Sie das aber nicht tun, dann wird es der Gutachter an Ihrer Stelle tun. - Wollen Sie das wirklich? Der Gutachter will Veränderungen sehenWenn Sie über die erste Klippe weg sind, wird der Gutachter nach den konkreten Veränderungen suchen, die Sie in Ihrem Leben vorgenommen haben. Die Idee dabei ist: Wenn ein bestimmtes (problematisches) Verhalten verschwinden soll, muss an seine Stelle ein neues Verhalten treten, das so stabil untermauert ist, dass es dauerhaft beibehalten wird. Sie haben's sicher schon rausgehört: Der Gutachter will die neuen Verstärker auf dem Silbertablett serviert bekommen. Das neue (erwünschte) Verhalten muss für Sie um so viel reizvoller sein, dass es gar keine Verlockungen mehr für Sie gibt, um zum alten Verhalten zurück zu kehren. Auch dieser Teil der MPU ist keine Kleinigkeit, die man einfach aus dem Ärmel schüttelt. Der Gutachter weiß, dass die Meisten fast alles tun und behaupten würden, um den Führerschein zurück zu bekommen. Wenn man ihn erst wieder hat und aus den Augen des Gutachters verschwindet, ist alles nicht mal mehr halb so schlimm... Genau deshalb brauchen Sie auch für diesen Teil der MPU eine gute Vorbereitung, um hier nicht ins Schwimmen zu kommen. Der Gutachter muss lückenlos nachvollziehen können (in seinen psychologischen Kategorien), wodurch das neue Verhalten stabil sein soll. Das Problem RückfallUngefähr jeder zweite erfolgreiche MPU-Absolvent kommt irgendwann einmal wieder. Er ist das alte oder ein ähnliches problematisches Verhalten zurück gefallen. Den Gutachter überrascht so etwas nicht, wenn Dinge passieren, die an den Verstärkern nagen, die das erwünschte erhalten aufrecht erhalten sollen. Arbeitsplatzverlust, zerbrochene Partnerschaft, Krankheit - es gibt viele Anlässe dafür, gegen die man sich nicht immer schützen kann. Der Gutachter will deshalb von Ihnen hören, welche "Notbremsen" Sie eingebaut haben, damit Sie nicht doch wieder eine Gefahr für die Allgemeinheit werden. Wenn Sie zu diesem Punkt nichts Überzeugendes bringen können, kann die MPU auch hier noch kippen oder mndestens mit einer zusätzlichen Kursauflage (nicht ganz billig!) verbunden werden. Nehmen Sie also auch diesen Punkt ernst, | |
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Aktualisiert am 27.8.2010 |