Die Punkte-MPUBesonders intensiv mit Punkte-MPU beschäftigt habe ich mich deshalb, weil ich das selber eine absolvieren mußte.
Die Begutachtung wegen wiederholten Verkehrs-Verstößen - kurz Punkte-MPU genannt - gilt als besonders heikel, was die Argumentation angeht. Das hat vor allem zwei Gründe:
Im Grunde wird etwas scheinbar Unmögliches verlangt: Bring uns handfeste Fakten, daß du ab sofort "geläutert" bist und ein nach den Verkehrsregeln korrekt handelnder Verkehrsteilnehmer sein wirst, von dem keine spezielle Gefahr mehr ausgeht. Auch das größte Indianenr-Ehrenwort, ich tu das nie wieder, weil ich ja meinen Führerschein behalten will, ist keine gute Idee sondern eher ein Schuß ins eigene Knie (siehe Fallstricke). Weil es bei der Punkte-MPU gar keine ähnlich meßbaren Merkmale wie beim Drogen-Screening oder den Leberwerten gibt, bleibt nur die ganz besonders gründliche Aufarbeitung des Problems. Indem man die schön präsentiert und sich auch durch hartnäckige zweifelnde Fragen nicht aus dem Konzept bringen läßt, wird als glaubhaft akzeptiert: Aha, der hat die Zusammenhänge wirklich verstanden - erste notwendige Voraussetzung für ein positives Gutachten.
Weil bei der Punkte-MPU die gründliche Aufarbeitung so extrem wichtig ist, sind Sie persönlich besonders gefordert sich mit den Hintergründen für Ihr Verhalten auseinander zu setzen. Eine auswendig gelernte Standard-Story ist meiner Meinung nach ziemlich sicher zum Scheitern verurteilt.