Meistens wird der Gang zum Verkehrspsychologen als Spezialist dafür empfohlen. Das ist sicher ein möglicher Weg - aber meistens kein sehr schneller und auch kein billiger. Er geht nämlich auf eine Weise heran, die wie eine Psychotherapie aufgebaut ist: Erst mal gründliche Aufarbeitung, eventuell bis zurück in die Kindheit und darauf aufbauend dann die Entwicklung einer neuen, »straßenverkehrs-kompatiblen« Verhaltensweise. Den Verkehrspsychologen interessiert herzlich wenig, ob Sie Ihren Führerschein so schnell wie möglich wieder bekommen. Sein Ansatz ist ein ganz anderer: Sie sollen sich ändern und erst mal von Ihrer gesamten Einstellung her ein gut funktionierender unauffälliger Verkehrsteilnehmer werden. Erst dann steht es Ihnen wieder zu, dass Sie als Verkehrsteilnehmer auf die Allgemeinheit losgelassen werden. Ob Sie dafür 10, 20 oder 25 Therapiestunden brauchen, das ist ganz allein Ihr Problem!
Den kann ich Ihnen bieten. Ich bin kein Missionar und will auch keiner werden. Ich musste selber schon einmal die MPU machen und weiß, dass einen in diesem Moment ganz vorne dran der Führerschein interessiert und nicht eine teuere langfristige Therapie, nach deren Abschluss Sie ja noch immer nicht die MPU in der Tasche haben. Bei der MPU dürfen Sie das aber auf keinen Fall sagen, denn sonst sind Sie schon halb durchgefallen.
Ich habe deshalb einen »Crashkurs« entwickelt, der sich ganz gezielt mit den typischen Fragen des Gutachters befasst, und zwar zugeschnitten auf Ihren individuellen Fall (sonst klappt das nämlich nicht). Damit schaffen Sie eine sehr fundierte und zuverlässige Vorbereitung in nur einem einzigen Nachmittag, weil unmittelbar das Gespräch mit dem Gutachter ganz klar im Vordergrund steht.
Aber selbstverständlich ist das möglich, was das Gespräch mit dem Gutachter angeht. Es läuft nämlich nach einem ganz bestimmten Schema ab. Weil er nur ungefähr eine Stunde Zeit dafür hat und sich an eng vorgegebene Regeln halten muss, kann er gar ncht beliebig davon abweichen. Je besser Sie sein Schema kennen, umso sicherer werden Sie ein positives Gutachten bekommen. Das ist keine Zauberei, sondern einfach offen gelegtes Fachwissen, das Sie in Ihrem eigenen Interesse unbedingt kennen sollten.
Dass viele Verkehrspsychologen daraus mehr oder weniger ein Geheimnis machen und oft 10 Stunden und mehr zur MPU-Vorbereitung brauchen, hat auch einen Grund: Ihr Ansatz ist ein grundsätzlich anderer. Während Sie wahrscheinlich vor allem den Führerschein jetzt so schnell wie möglich wieder haben wollen, interessiert das einen typischen Verkehrspsychologen nicht so viel wie das Schwarze unterm Fingernagel. Der Verkehrspsychologe möchte Sie verändern. Das ist sozusagen seine »Mission«, der er sich verpflichtet fühlt - und das dauert natürlich länger! Typisch ist, dass Sie sogar dann, wenn Sie von ihm »abgesegnet« zur MPU antreten, wahrscheinlich immer noch ein sehr unangenehmes Gefühl haben, weil Sie kaum wissen, was auf Sie zukommen wird.
Wie auch immer man drüber denken mag: Ich finde diesen Ansatz unfair, weil er in diesem Punkt nicht mit offenen Karten spielt. Ich sehe meine Arbeit nicht missionarisch und bin auch kein Anhänger der MPU-Logik. Verstehen Sie mein MPU-Training ruhig als eine Dienstleistung, bei der Sie zu einem fairen Preis eine gute Gegenleistung bekommen: Die solide Vorbereitung auf das Gutachter-Gespräch an einem einzigen Nachmittag nämlich. Und ich verspreche Ihnen, dass Sie sehr genau wissen werden, was auf Sie warten wird, und deshalb wesentlich ruhiger und gelassener an die ganze Angelegenheit heran gehen können!
Die MPU-Fragen haben nicht die geringste Ähnlichkeit mit den Ankreuz-Fragen aus der theoretischen Prüfung! Dort wurde auswendig gelerntes Faktenwissen abgefragt, bei dem es ein ganz klares RICHTIG oder FALSCH gibt. Bei der MPU ist aber etwas ganz anderes gefragt.
Zuerst will der Gutachter sehr genau wissen: Was ist geschehen und warum kam es dazu? Wer da keine gründliche Auskunft geben kann oder sich nicht mehr erinnert, ist schon auf dem direkten Weg zum negativen Gutachten!
Was Sie auf keinen Fall tun dürfen:
Für den MPU-Gutachter sind Sie Täter, und daran gibt es nichts zu rütteln. Er erwartet von Ihnen, dass Sie sich gründlich mit Ihrem damaligen Verhalten befasst haben und ihm erklären können, warum Sie sich damals so verhalten haben. Er geht davon aus, dass jeder Mensch Gründe für sein Verhalten hat. Er will verstehen, worin für Sie damals der große Reiz lag, es so und nicht anders zu machen. Die Mehrheit der Anderen hat sich nicht so verhalten. Warum also Sie?
Ein positives MPU-Gutachten können Sie nur bekommen, wenn Sie heute eingesehen haben, wieso Ihr Verhalten problematisch und gefährlich für Andere war. Der Gutachter will wissen, wie Sie das heute sehen und wie Sie sich jetzt verhalten. Ein paar schöne Versprechungen interessieren ihn nicht. Gute Vorsätze sind etwas sehr Unzuverlässiges. Sie müssen dem Gutachter nicht nur glaubhaft machen können, wodurch Sie heute zuverlässig den Reiz ersetzt haben, der damals Grund für Ihr problematisches Verhalten war, sondern es geht um ganz konkrete Veränderungen!
Niemand ist geschützt vor schwierigen Lebensphasen. Deshalb wird der MPU-Gutachter auch wissen wollen, welche Vorkehrungen Sie getroffen haben, damit Sie nicht in das alte Verhalten zurück fallen. Auch darauf brauchen Sie eine gute und ausführliche Antwort!
Der MPU-Gutachter stellt Fragen, auf die er von Ihnen sehr konkrete Antworten hören will. Hier ein paar Beispiele: Warum haben Sie die erlaubte Geschwindigkeit überschritten? Wie oft haben Sie das getan ohne dabei erwischt worden zu sein? Welche Vorsätze haben Sie gefaßt? Wieso kam es trotzdem zu weiteren Übertretungen? Wozu dienen die Vorschriften, die Sie mißachtet haben? Was haben Sie daraus gelernt? Wodurch wollen Sie gewährleisten, daß es in Zukunft nicht wieder vorkommt? Wer war Schuld daran?
Ziel dieser Fragen ist es zu beurteilen, ob Sie sich in allen Einzelheiten mit der Problematik auseinander gesetzt haben. Er wird sehr genau darauf achten, ob Sie nur etwas auswendig Gelerntes, Allgemeines daher plappern, oder ob Sie durchdachte Antworten geben können, die direkten Bezug zu dem haben, was bei Ihnen vorgefallen ist - und vor allem, ob Sie die Verantwortung für Ihr Handeln übernehmen!
Diese "Spielregeln" müssen Sie verstanden und sich intensiv danach vorbereitet haben, wenn Sie ein positives Gutachten wollen. Es reicht sicher nicht, wenn Sie zur MPU gehen und naiv denken: Ich bin ehrlich und sag die Wahrheit. Also muss ich auch durch kommen.
Sicher eine Kombination, die nicht alle Tage vorkommt: Ich habe Psychologie studiert (mit Abschluss Diplom - ich hätte also selber MPU-Gutachter werden können) und im Jahr 2009 selber als Betroffener die MPU absolveren müssen. Ich arbeite heute selbständig zwar in einem ganz anderen Bereich, habe mich aber veranlasst durch meine eigene MPU über diesen ganzen Apparatismus dermaßen geärgert (ja, man darf es ruhig wissen: Ich halte nichts davon!), dass daraus der Entschluss gereift ist, etwas dagegen tun zu wollen.
Mein MPU-Training ist das Ergebnis davon. Ich hatte dafür schon eine große Zahl Teilnehmer quer durch ganz Deutschland - die meisten mit anschließender positiver MPU. Ich kann Ihnen zwar leider keine Garantie geben (das wäre unseriös), aber ich verspreche Ihnen, dass Sie dabei an einem einzigen Tag so intensiv auf das Gespräch mit dem Gutachter vorbereitet werden, dass Sie sehr gute Voraussetzungen für das Bestehen Ihrer MPU mitbringen.
Viele meiner Teilnehmer des MPU-Trainings haben eine Anfahrt von mehreren hundert Kilometern in Kauf genommen und haben diese Entscheidung nicht bereut!